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True Religion : Kalifornisches Glaubensbekenntnis

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Auffällige Nähte bei „True Religion”: „Super Big-T”-Design Bild: F.A.Z. - Helmut Fricke

Mehr als hundert Denim-Labels schossen in den letzten Jahren in Kalifornien aus dem Sand. Das Ehepaar Jeffrey und Kym Lubell, Macher der Marke „True Religion“, sind die Gurus der kalifornischen Trendjünger.

          In einer Branche, in der jede zweite Jeans den Familiennamen Premium trägt, Victoria Beckham zur Vorzeige-Designerin mutierte und bestickte Jeans für bis zu 1000 Dollar über den Ladentisch gehen, ist es wichtig, sich von der Konkurrenz abzugrenzen.

          Eine Marke im „High(est)-end-Segment“ muß eindeutig identifizierbar sein zwischen all den Nachahmern aus der „H&M“-Preisklasse unter 65 Euro, die dem BBE-Branchenreport „Jeans 2005“ zufolge in Deutschland immer noch sechs Siebtel des gesamten Jeansumsatzes ausmachen.

          Gitarrespielender Dickbauch-Buddha

          Da helfen Prinzessinen-Kronen auf dem Allerwertesten (das Beckham-Modell von „Rock & Republic“), vergoldete Zierknöpfe („Blue Blood“) oder auch Swarovski-Kristalle und Glitzernieten („Mustang“ und „The Great China Wall“).

          Das kalifornische Label „True Religion“ hat sich in der neuen Kollektion gleich drei Erkennungsmerkmale gegeben: Das Logo zeigt den gitarrespielenden Dickbauch-Buddha, der Heidi Klum wohl dazu bewog, bei der Marke eine Schwangerschafts-Maßanfertigung in Auftrag zu geben. Die kleinen Gesäßtaschen ziert ein eingesticktes „U“, was bei Jennifer Lopez besonders gut zur Geltung kommt. Und zudem trägt die neue Linie ein auffallendes Naht-Stitching, das in dieser Saison kein anderer hat - nicht einmal „Seven for All Mankind“, die Marke Peter Korals, des Bill Gates von „Denim Valley“.

          Gegründet im Zeitalter der „denim culture“

          Der Gewinn von „True Religion“ wuchs im vergangenen Geschäftsjahr um 361,4 Prozent auf knapp 20 Millionen Dollar, der Umsatz lag bei rund 100 Millionen.

          Das „Super Big-T“-Design bestätigt die Detailverliebtheit der 2002 im Zeitalter der „denim culture“ gegründeten Marke. Die aufwendigen Doppelnähte - bei Stefanies hellem Modell aus dickem weißem Baumwollgarn (220 Euro), bei dunkleren Denims auch in Orange und Rot - zieren Hosenbund, Sattel, Taschen und die Seitennaht. Der weiche, fast geschmeidige Denim ist eine Spezialität des Ehepaars Jeffrey und Kym Lubell, Gurus der kalifornischen Trendjünger und Macher von „True Religion“.

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