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Neues Gesetz : Brunei führt die Todesstrafe für gleichgeschlechtlichen Sex ein

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Bruneis Sultan Hassanal Bolkiah bei einer Feierlichkeit im Februar 2014. Bild: Reuters

In Brunei wird gleichgeschlechtlicher Sex künftig mit dem Tod bestraft. Das sieht eine Neufassung des Strafgesetzbuchs vor. Menschenrechtler fordern den „sofortigen Stopp“ der neuen Regeln.

          Im streng konservativen Sultanat Brunei steht auf gleichgeschlechtlichen Sex künftig die Todesstrafe. Die ab kommendem Mittwoch geltende Neufassung des Strafgesetzbuchs sieht vor, dass homosexuelle Partner zu Tode gesteinigt werden. Die Regel gilt nur für Muslime in dem Kleinstaat auf der Insel Borneo. Unter der dort geltenden islamischen Scharia – dem aus religiösen Quellen abgeleiteten Recht – war Homosexualität bereits zuvor illegal.

          Verschärft werden dem neuen Gesetz zufolge auch die Strafen für Diebstahl. Ein Ersttäter muss künftig damit rechnen, dass ihm die rechte Hand amputiert wird. Im Wiederholungsfall droht die Amputation des linken Beins.

          Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderte am Mittwoch den „sofortigen Stopp“ der neuen Regeln. Die geplanten Strafen seien „grausam und unmenschlich“. Einvernehmlicher Sex gleichgeschlechtlicher Paare dürfe gar nicht als Straftat eingeordnet werden.

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