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Tod bei Verkehrskontrolle : Kein Urteil gegen weißen Polizisten

  • Aktualisiert am

Der Angeklagte reagiert auf das Ergebnis des Prozesses. Bild: Reuters

Seine Todesschüsse auf einen schwarzen Autofahrer waren einer der Fälle, die zu den „Black Lives Matter“-Protesten geführt hatten. Der Prozess gegen den Polizisten endet ohne Ergebnis – nicht zum ersten Mal.

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          In Cincinnati ist ein Prozess gegen einen weißen Polizisten, der einen Afroamerikaner bei einer Verkehrskontrolle erschossen hat, erneut ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Geschworenen im amerikanischen Bundesstaat Ohio teilten am Freitag mit, sie könnten sich nicht auf ein Urteil einigen. Bereits vor einem Jahr war das erste Verfahren gegen den 27 Jahre alten Ray Tensing so zu Ende gegangen.

          Tensing, der auf nicht schuldig plädiert hatte, hatte dem 43 Jahre alten Sam DuBose am 19. Juli 2015 in den Kopf geschossen. Der Polizist hatte ausgesagt, dass der Afroamerikaner bei der Verkehrskontrolle davongefahren sei und ihn mitgerissen habe. Nach Auswertung der Aufnahmen einer Minikamera, die Tensing am Körper trug, kam die Staatsanwaltschaft aber zu dem Schluss, dass zu keiner Zeit eine Gefahr bestanden habe. Der Wagen sei lediglich losgerollt.

          Der Fall DuBose gehört zu einer Reihe von Fällen tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze in den Vereinigten Staaten, die damals unter der Parole "Black Lives Matter" zum Teil gewalttätige Proteste und Debatten über Rassismus bei der Polizei ausgelöst hatten.

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