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Zur ISS gestartet : „Icarus“ bringt Tiere ins Netz

Eigentlich hätte der Computer auf der ISS in rund 400 Kilometern über der Erde schon im Juli funktionieren sollen. Bild: dpa

Zweiter Anlauf: Das Tierbeobachtungs-System „Icarus“ soll das Wanderungsverhalten von Vögeln, Fledermäusen und Wasserschildkröten dokumentieren. Nun ist der Computer auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS.

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          Es soll das Internet der Tiere werden, wie es das Internet der Dinge schon gibt. Das Projekt „Icarus“ zur Tierbeobachtung aus dem All hat am Freitag einen zweiten Anlauf genommen. Vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ist ein für die Tierüberwachung notwendiger Computer in Richtung ISS gestartet, er soll am Montag dort ankommen. „Icarus“ (International Cooperation for Animal Research Using Space) ist ein internationales Großprojekt, das schon vor Jahren von dem deutschen Verhaltensforscher Martin Wikelski vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz erdacht worden war.

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          In ihm arbeiten Wissenschaftler mit dem Ziel zusammen, ein satellitengestütztes System zur Beobachtung kleiner Tiere wie zum Beispiel Vögel, Fledermäuse oder Wasserschildkröten zu entwickeln. Die russische Weltraumbehörde Roskosmos und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben den Aufbau und die Einrichtung des Sonde vorangetrieben.

          Eigentlich hätte der Computer auf der ISS in rund 400 Kilometern über der Erde schon im Juli funktionieren sollen. Wegen Problemen mit einem Kondensator musste der Computer allerdings wieder auf die Erde zurück. Das Bauteil wurde ausgewechselt. Mit „Icarus“ wollen Wissenschaftler mehr über das Verhalten verschiedener Tierarten herausfinden, vor allem ihr Wanderungsverhalten. Tausende von Vögeln, Fledermäusen und Wasserschildkröten, aber auch Insekten, werden dazu mit Mini-Sendern zur Fernbeobachtung ausgestattet. Nach Abschluss einer Testphase soll das System voraussichtlich im kommenden Jahr den Wissenschaftlern voll zur Verfügung stehen.

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