https://www.faz.net/-gum-9ve04

Interview mit Zoologe : „Homosexuelles Verhalten ist in der Tierwelt weit verbreitet“

Liebesspiel zweier Löwen in Kenias Naturschutzgebiet Masai Mara Bild: Picture-Alliance

Fortpflanzung ist nicht der einzige Grund für Sex. Ob Löwen, Affen oder Pinguine – die Wissenschaft hat schon bei Hunderten Arten die gleichgeschlechtliche Liebe gut erforscht.

          4 Min.

          Herr Bøckman, laut einer soeben in der Zeitschrift „Nature Ecology and Evolution“ veröffentlichten Studie hat sich homosexuelles Verhalten in der Tierwelt nicht mit der Zeit entwickelt, sondern war von den Ursprüngen an immer parallel zu heterosexuellem vorhanden. Hat Sie das überrascht?

          Leonie Feuerbach

          Redakteurin im Frankfurter Allgemeine Magazin.

          Das hängt davon ab, wie man Homosexualität definiert. Das menschliche Verständnis von Homosexualität auf die Tierwelt anzuwenden, ist riskant. Homosexuelles Verhalten ist in der Tierwelt aber weit verbreitet: Bei 500 Arten ist es gut dokumentiert, bei doppelt so vielen schon mal beobachtet worden. Dieses Forschungsgebiet entwickelt sich rasant und es würde mich nicht wundern, wenn die in „Nature“ vorgestellte These sich als korrekt herausstellt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung

          : blackweek20

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          First Daughter Ashley Biden : Ganz anders als Ivanka

          Die First Daughter Ashley Biden hat eine bewegte Vergangenheit. Die starke Schulter ihres Vaters strapazierte sie oft. Heute ist sie Sozialarbeiterin. Ganz auszuschließen scheint sie eine Beraterrolle im Weißen Haus aber nicht.
          Ein Reisepass aus Malta (hier von unserem Illustrator verfremdet) ist manchen Investoren viel Geld wert.

          Staatsbürgerschaftshandel : Goldene Pässe für Superreiche

          EU-Länder wie Zypern und Malta verkaufen ihre Staatsbürgerschaft gegen teures Geld. Ist das in Ordnung? Christian Kaelin, der als „König der Pässe“ bekannt ist, verteidigt das Geschäftsmodell.