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Falscher Vogel : Survival of the Cutest

  • -Aktualisiert am

Doch nur eine Möwe: Im Krankenhaus wurde der Vogel enttarnt. Bild: Facebook/Tiggywinkles/Screenshot F.A.Z.

Einen ungewöhnlichen Vogel haben Passanten in England am Straßenrand entdeckt und in ein Wildtier-Krankenhaus gebracht. Dort wurde das Tier enttarnt.

          Wie der Phoenix aus der Asche, als Mythos nämlich aus dem Nichts, ist kürzlich in England ein vermeintlich exotischer Vogel in Erscheinung getreten. Die leuchtend gelben Federn lenkten die Aufmerksamkeit einiger Passanten auf das ungewöhnliche Tier am Straßenrand, das offensichtlich Probleme hatte abzuheben.

          Ganz im Sinne der „Survival of the Cutest“-Theorie fühlten sich die Finder berufen, diesem besonderen Geschöpf zu helfen und es sogar ins „Tiggywinkles“-Krankenhaus für Wildtiere in Haddenham zu geleiten, während die meisten Menschen eine gewöhnliche Taube wohl achtlos an sich vorbei humpeln ließen.

          In dem Krankenhaus stellte sich nach eingehender Untersuchung und Säuberung heraus, dass es sich tatsächlich um einen Exoten handelte, wenn auch weniger in Bezug auf seine biologische Art oder Herkunft – als vielmehr seiner Würzung wegen: Nachdem sich beim Baden das gelbe Gewürz gelöst hatte, kam das weiß-graue Gefieder einer gewöhnlichen Seemöwe zum Vorschein. Und während „Chicken Curry“ in England weit verbreitet ist, stellt „Möwe Curry“ eher eine Seltenheit dar.

          In Anlehnung an das indische Gericht „Vindaloo Curry“ wurde der Vogel „Vinny“ getauft und nach kurzer Ruhepause wieder in die Freiheit entlassen. Wie Vinny in Kontakt mit dem Curry kam, das sein Gefieder verklebte, ist nicht bekannt. Einzigartig ist dieses Vorkommnis allerdings nicht. Bereits im Jahr 2016 soll eine Seemöwe in England in einen Container mit „Chicken Tikka Masala“ gefallen und mit rötlichem Gefieder wieder daraus emporgestiegen sein. Damals wurde der Vogel Berichten zufolge allerdings von Mitarbeitern einer Gewürzfabrik behandelt, eine Kur im Krankenhaus war nicht nötig. Ob es sich um denselben Unglücksvogel handelt, ist  bisher unklar.

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