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Ein echter Hachi : Treuer Hund in China trauert seit Monaten um Besitzerin

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Mehr als fünf Millionen Menschen haben sich ein Video im Internet angeschaut, das zeigt, wie der Hund verängstigt ausweicht, wenn sich ihm ein Mensch nähert, aber anschließend wieder an die gleiche Stelle zurückkehrt. Bild: Screenshot/Facebook/Pear Video

Fast drei Monate lang soll ein Hund in China an einer vielbefahrenen Straße ausgeharrt haben, auf der seine Besitzerin überfahren wurde. Inzwischen ist das Tier in dem Land eine Berühmtheit – aber viele Fragen sind offen.

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          2009 gab es einen Film mit Richard Gere, in dem ein Hund die Hauptrolle spielte: Hachi. Das Tier wartete jeden Tag am Bahnhof auf die Rückkehr seines Herrchens, auch dann noch, als der Professor, gespielt von Richard Gere, längst gestorben war. Neun Jahre lang ging das so, bis Hachi selbst an Krebs starb.

          In China hat sich nun etwas Ähnliches ereignet: In Hohhot, der Hauptstadt der Inneren Mongolei, fiel einem Taxifahrer ein Hund auf, der fast drei Monate an einer vielbefahrenen Straße ausharrte. Immer an der gleichen Stelle. Genau dort soll am 21. August seine Besitzerin überfahren worden sein. „Der Hund ist immer da, ob bei Regen oder Sonne. Das berührt mich sehr“, sagte der Taxifahrer Guo Xinhua der Online-Plattform „China News“.

          Inzwischen ist der Hund in China eine Berühmtheit. Mehr als fünf Millionen Menschen haben sich ein Video im Internet angeschaut, das zeigt, wie der Hund verängstigt ausweicht, wenn sich ihm ein Mensch nähert, aber anschließend wieder an die gleiche Stelle zurückkehrt. Die knapp an ihm vorbeirasenden Autos scheinen ihn dagegen nicht zu stören. Der treue Hund hat nicht nur die Internetnutzer berührt, sondern auch die Bewohner von Hohhot, die ihm Futter an die Straße legten. Inzwischen soll sich eine Tierschutzorganisation seiner angenommen haben. Chinesische Medien berichten, sie sei auf der Suche nach Angehörigen der verunglückten Frau. Bislang vergeblich. 

          Der Film mit Richard Gere basierte übrigens auf einer wahren Begebenheit. Hachiko hat von 1923 bis 1935 in Japan tatsächlich gelebt. Nach dem Tod seines Herrchens erschien er noch neun Jahre lang täglich zu genau der Zeit am Bahnhof, in der sein Besitzer gewöhnlich von der Arbeit kam. Der Hund wurde später neben seinem Herrchen begraben und mit mehreren Statuen geehrt. Angeblich treffen sich bis heute an seinem Todestag im März alljährlich Hundebesitzer am Bahnhof von Shibuya in Tokio. Über sein chinesisches Pendant ist dagegen bisher wenig bekannt. Nicht einmal sein Name.

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