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Peta schreibt an Stadt Köln : Tierschützer und Promis fordern Pferdeverbot beim Karneval

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Eine Karnevalistin auf einem Pferd nimmt am Rosenmontagszug in Köln im Jahr 2018 teil. (Archivbild) Bild: dpa

Rosenmontagsumzüge seien für Pferde eine große Belastung, sagt die Tierschutzorganisation Peta und fordert, sie im Karneval nicht einzusetzen. Dafür konnte sie auch einige Prominente gewinnen.

          Die Tierschutzorganisation Peta bekräftigt ihre Forderung an die Stadt Köln, im Rosenmontagszug keine Pferde mehr zuzulassen. In einem am Montag veröffentlichten Brief an die Kölner Oberbürgermeistern Henriette Reker (parteilos) schreibt die Organisation, „dass einer vermeintlichen Tradition kein höherer Stellenwert beigemessen werden darf als dem Wohlergehen von Tieren und der Sicherheit von Besuchern“. Ein Karnevalsumzug sei für Pferde kein Vergnügen.

          Die Comedian Hella von Sinnen beteiligte sich mit anderen Prominenten wie Mario Barth, Horst Lichter, Max Giermann oder Kaya Yanar mit Unterschriften an dem Gesuch der Tierschützer. Peta erinnerte in dem Schreiben, das von rund 100 Unterstützern unterzeichnet wurde, an die Risiken angesichts großer Menschenmassen, die teils alkoholisiert in engen Gassen bei lauter Musik feierten.

          Den Einsatz von Reit- und Kutschenpferden in dieser Gemengelage zu tolerieren, sei fahrlässig, schreibt die Tierschutzorganisation. Auch die überarbeiteten freiwilligen Richtlinien des Kölner Festkomitees änderten nichts an dem Gefahrenpotenzial durch scheuende oder zusammenbrechende Pferde. Im vergangenen Jahr waren während des Kölner Rosenmontagszugs die Pferde einer Kutsche durchgegangen, drei Menschen wurden verletzt.

          Am diesjährigen Kölner Rosenmontagszug am 4. März beteiligen sich insgesamt rund 12.000 Menschen, etwa als Fußgruppenteilnehmer, Tanzgruppenmitglieder oder Mitfahrer auf einem Prunkwagen. Auch 620 Reiter, Kutscher und Pferdebegleiter mit 320 Pferden gehören dazu. Der Zugweg verläuft über knapp 7,5 Kilometer durch die Innenstadt und dauert etwa fünf Stunden.

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