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Zoo in Mossul : Tierarzt versorgt ausgehungerte Bären und Löwen

  • Aktualisiert am

Der Löwe im Zoo von Mossul hat starke Gelenkprobleme. Bild: Vier Pfoten

Bei den Kämpfen in der irakischen Stadt Mossul ist der Zoo beinah komplett zerstört worden. Die Tiere blieben daher monatelang unversorgt. Ein Tierarzt hat sich ihrer nun angenommen und hat Schlimmes zu berichten.

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          Ein ausgehungerter Bär und ein Löwe haben nach Angaben der Tierschutzorganisation „Vier Pfoten“ im Montazah Al-Morour Zoo der umkämpften irakischen Stadt Mossul monatelang ohne Versorgung vor sich hin vegetiert. Ein Team der Organisation sei jetzt erstmals mit einem Tierarzt vor Ort gewesen, teilte „Vier Pfoten“ am Mittwoch mit. Der Zoo im Ostteil der Stadt sei bei Kämpfen zwischen Terrormilizen und den irakischen Regierungstruppen fast vollständig zerstört worden.

          „Der Bär hat eine Lungenentzündung, der Löwe starke Gelenkprobleme“, berichtete die Organisation. „Beide Tiere haben zudem extrem schlechte Zähne. Die Käfige waren mit Schutt und Trümmern vermüllt.“ Tierarzt Amir Khalil habe die Tiere notdürftig versorgt und mit Helfern die Gehege gesäubert. Fast 40 andere Tiere seien umgekommen - bei Bombardierungen oder weil sie verhungerten. Die Organisation ließ Nahrungsmittel und Medikamente für die Tiere für vier Wochen zurück. Freiwillige Helfer wollten sie versorgen.

          Ein längerer Aufenthalt in den Käfigen sei nach Angaben dies Tierarztes nicht möglich gewesen. „Während unseres Hilfseinsatzes hörten wir ständig Raketenfeuer aus entlegeneren Gebieten der Stadt. Die Tiere konnten zwar von uns mit Nahrung und auch medizinisch versorgt werden, aber aus Sicherheitsgründen mussten wir das Gelände vor Einbruch der Dunkelheit verlassen. Das Risiko ist schlicht zu groß. Wir haben auch Flugblätter gefunden, die vor Terrorangriffen warnen.“
           

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