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Therapie-Tier in Oregon : Weniger Drama dank Lama

  • Aktualisiert am

Macht einer Demonstrantin eine Freude: Therapie-Lama Caesar McCool am Donnerstag in Portland. Bild: Reuters

Die „Black Lives Matter“-Proteste in Portland haben einen besonderen Teilnehmer: Caesar McCool, besser bekannt als „No drama lama“. Das Tier soll aufgehitzte Gemüter beruhigen.

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          Caesar McCool ist mit Sicherheit der flauschigste Teilnehmer „Black Lives Matter“-Demonstrationen in Portland. Sechs Jahre ist er alt, rund 17 Meter groß, etwa 150 Kilogramm schwer – und vor allem: sehr liebenswert. Wenn das Lama mit dem weißen Fell auftaucht, entspannt sich die Situation: Sowohl Polizeibeamte als auch Demonstranten halten für einen Moment an, wollen Caesar streicheln und ihn umarmen. Sein Spitzname ist deshalb „No Drama Lama“. 

          Eigentlich ist Caesar McCool ein ehemaliges Schau-Lama. Doch statt seinen Ruhestand gemütlich auf dem Hof seines Besitzers Larry McCool im 240 Kilometer entfernten Jefferson zu verbringen, ist Caesar als ehrenamtliches Therapie-Lama unterwegs. „Er ist eine magische Kreatur“, sagte Larry McCool der „Washington Post“. Neben Demonstrationen besuchen die beiden „Lamaktivisten“ beispielsweise auch Schulen und Altenheime. „Caesar sorgt für Ruhe und löst angespannte Situationen auf, weil jeder ihn so sehr liebt wie er sie.“ Eigentlich gelten Lamas nicht unbedingt als körperkontaktfreudige Tiere, Caesar aber scheint die Nähe zu gefallen. 

          Mit ihrem Besuch der Demonstrationen – rund zehn Mal waren sie schon auf „Black Lives Matter“-Protesten im Bundesstaat Oregan unterwegs – wollten sie aber keineswegs vom Inhalt der Demonstrationen ablenken, sagt McCool. „Uns ist klar, wie wichtig das ist.“ Caesar sorge durch seine Anwesenheit für eine gewisse Leichtigkeit und sei somit „genau das, was die Leute brauchen. Sie sehen ihn und lächeln.“ Außerdem sei Caesar ein Stellvertreter für all jene, die beispielsweise wegen des Coronavirus nicht an den Demonstrationen teilnehmen können. Wenn sich die Situation dennoch zuspitze, würden die beiden den Ort des Geschehens so schnell wie möglich verlassen. 

          Auch Einsatzkräfte freuen sich über das „No Drama Lama“. Bilderstrecke
          Therapie-Tier im Einsatz : Das No-Drama-Lama

          Anders als in vielen anderen Städten haben die „Black Lives Matters“-Proteste in Portland nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd seit Ende Mai angehalten. Immer wieder kam es dort auch zu gewaltsamen Ausschreitungen. Als Präsident Donald Trump Anfang Juli eine Einheit des Heimatschutzes nach Portland schickte, eskalierte die Lage vollends. Die Bundespolizisten gingen unter anderem mit Tränengas und Gummigeschossen gegen die Demonstranten vor. Stadtverwaltung und die Regierung des Bundesstaates hängten sich an die Proteste, Portlands Bürgermeister warf der Trump-Regierung vor, ihre Macht zu missbrauchen.

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