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Fellnase auf Wanderschaft : Kater Einstein nach Einbruch umstellt

  • -Aktualisiert am

Einstein ist ein Norwegischer Waldkater und streift regelmäßig durch die Darmstädter Innenstadt. Bild: Polizeipräsidium Südhessen

Darmstadts berühmtester Vierbeiner hat einen Polizeieinsatz ausgelöst. Kater Einstein ließ sich in einem Supermarkt einschließen, deshalb sprang der Einbruchsalarm an. Die Polizei nahm es mit Humor.

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          Ob er wohl die Zeit genutzt und am Katzenfutter genascht hat? Zumindest hat sich Darmstadts „Stadtkater“ Einstein einen recht angenehmen Ort ausgesucht, an dem er am Dienstagabend offenbar versehentlich eingeschlossen worden war. Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, war der stadtbekannte Norwegische Waldkater am Abend in einem schon geschlossenen Supermarkt angetroffen worden. Zuvor hatte das Tier in dem Geschäft Einbruchsalarm ausgelöst.

          Laut Mitteilung der Beamten mussten sie gegen 21.40 Uhr in die innerstädtische Ludwigstraße ausrücken. Ein Anrufer habe sich wegen eines akustischen Alarms gemeldet, der aus dem dortigen Lebensmittelgeschäft zu kommen schien. Die angerückten Beamten seien zunächst von einem Einbruch ausgegangen und hätten den Laden daraufhin durchsucht. Nahe den Kassen sei den Polizisten, die einen Diensthund dabeihatten, jedoch kein Einbrecher, sondern ein flauschiger Eingeschlossener entgegengekommen: Kater Einstein. Das Tier war vermutlich nach Ladenschluss um 21 Uhr unentdeckt geblieben und hatte die letzte Gelegenheit zum Verlassen der Räume verpasst. Als es durch die leeren Gänge streifte, muss es den Bewegungsalarm ausgelöst haben. Nachdem der Kater von den Polizisten „umstellt“ worden war, posierte er noch geduldig für ein Beweisfoto. „Nach einer kurzen Krauleinheit musste Einstein den Supermarkt verlassen“, hieß es abschließend. Der Polizeihund habe den Kater während der gesamten Aktion übrigens geflissentlich ignoriert, teilte ein Sprecher mit.

          Kater Einstein ist in der Stadt bekannt, City und Fußgängerzone sind sein Revier. Dort besucht er regelmäßig Blumenläden, Kneipen, Cafés und andere Geschäfte, lässt sich streicheln und fotografieren. Eine von Fans des zutraulichen Katers gegründete Facebookgruppe hat inzwischen mehr als 5000 Mitglieder, die Bilder von seinen Streifzügen posten und auf ihn aufpassen. Nachdem er vergangenes Jahr von Unbekannten „mitgenommen“ worden war, hatte sich das sofort in der Gruppe herumgesprochen. Auch ein mehrtägiges Verschwinden des Katers vor wenigen Wochen war nicht unentdeckt geblieben. Nach aufwendiger öffentlicher Suche war Einstein schließlich überraschend wieder an seinem Zuhause erschienen – wohlgenährt und gepflegt. Wo er bis dato gesteckt hatte, ist unbekannt. Bleibt zu hoffen, dass der Kater zumindest der Aufforderung an der Ausgangstür des Ladens, in dem er nun eingeschlossen war, nicht so schnell wieder folgt: „Bis bald“ steht dort geschrieben.

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