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Letzter Vertreter seiner Art : Schildkröte „Lonesome George“ zurück in seiner Heimat

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Zuletzt war der einbalsamierte „Lonesome George“ im Naturkundemuseum in New York zu sehen. Bild: dpa

Für die Umwelt- und Artenschutzbewegung ist „Lonesome George“ eine Ikone. Jetzt kehrt das 75 Kilogramm schwere tote Tier in seine Heimat zurück.

          An Bord einer Maschine der ecuadorianischen Luftwaffe ist die einbalsamierte Riesen-Schildkröte „Lonesome George“ knapp fünf Jahre nach ihrem Tod nach Galápagos zurückgekehrt. Wie das ecuadorianische Umweltministerium in Quito mitteilte, wurde die mit einer Flagge Ecuadors bedeckte große Holzkiste erst per Linie von New York nach Guayaquil geflogen, bevor „George“ dann vom Militär auf die Galápagos-Insel Santa Cruz geflogen und dort feierlich begrüßt wurde.

          Nach dem Tod war das 75 Kilogramm schwere Tier aufwendig präpariert und im Naturkundemuseum in New York ausgestellt worden. Der einsame George“ war am 24. Juni 2012 vermutlich an Herzversagen gestorben.

          Er soll rund 90 Jahre alt geworden und der letzte Vertreter seiner Art gewesen sein - deswegen der Name. Auf den für ihre einmalige Artenvielfalt berühmten Inseln leben rund 45.000 bis 50.000 zum Teil weltweit einmalige Schildkröten. Der einsame George war 1971 auf den Inseln vor Ecuador entdeckt worden. Für die weltweite Umwelt- und Artenschutzbewegung wurde er zur Ikone. Paarungsversuche von „George“ mit Weibchen einer verwandten Art waren immer wieder gescheitert.

          Ecuadors Umweltminister Walter García dankte für die umfangreichen, mehrjährigen Präparierungsarbeiten, ab kommender Woche soll „George“ dauerhaft in Santa Cruz ausgestellt werden. „Die Galápagos-Inseln sind seine Heimat, die Bewohner hier seine Familie, seine Freunde.“

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