https://www.faz.net/-gum-8btwd

Japan : Riesenkalmar verirrt sich in Hafenbucht

  • Aktualisiert am

Die riesigen Wesen aus den Tiefen des Meeres meiden normalerweise das Licht. Ein Riesenkalmar hat sich jetzt jedoch in eine Hafenbucht verirrt. Den seltenen Anblick konnten Taucher mit einer Kamera festhalten.

          1 Min.

          Riesenkalmare sind Tiefseewesen, die Menschen so gut wie nie lebend zu Gesicht bekommen. Umso überraschter waren japanische Fischer im Hafen von Toyama, als unter ihren Booten ein Riesenkalmar mehrere Stunden lang hin und her schwamm.

          Mehrere Taucher wagten sich in der Bucht ins Wasser, um dem scheinbar orientierungslosen Tier näher zu kommen. „Meine Neugier war größer als meine Angst“, erzählte Tauchlehrer Akinobu Kimura nach der ungewöhnlichen Begegnung. „Der Kalmar war unverletzt und sehr lebendig, er stieß Tinte aus und versuchte, mich mit seinen Tentakeln zu umfassen.“ Kimura begleitete den Kalmar zum offenen Meer, wo das Tier dann in den Tiefen verschwand.

          Der Kalmar war jedoch nur etwa vier Meter lang. Möglicherweise handelte es sich dabei um ein noch junges und dementsprechend unerfahrenes Exemplar, denn Riesenkalmare können bis zu 12 Metern lang werden.

          Lange Zeit fehlte der letzte Beweis, dass es noch lebende Exemplare der Spezies gibt. Erst im Jahr 2004 war es gelungen, einen Riesenkalmar in seiner natürlichen Umgebung zu fotografieren, in der Tiefsee vor der japanischen Küste. Seit Juli 2012 existieren Filmaufnahmen eines erwachsenen Riesenkalmars.

          Insofern ist verständlich, dass das verirrte Meerestier in der Bucht von Toyama eine derartige Aufmerksamkeit erregte.

          Weitere Themen

          Die Pandemie im Überblick

          Zahlen zum Coronavirus : Die Pandemie im Überblick

          Das Coronavirus hat Deutschland und die Welt weiterhin fest im Griff, zahlreiche Länder vermelden immer neue Höchstwerte. Wie sich die Infektionszahlen im In- und Ausland entwickeln – unsere Karten und Diagramme geben einen Überblick.

          Topmeldungen

          Am Boden und vor dem Absturz: Schalke 04 zerstört sich selbst.

          Selbstzerstörung in Bundesliga : Vergifteter Boden bei Schalke 04

          Die Rauswurforgie ist die jüngste Wendung einer sagenhaften Geschichte der Selbstzerstörung. Dass drei Spieler, die erst kurz im Klub sind, so etwas anzetteln können, zeigt, wie kontaminiert die Schalker Erde ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.