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Nach dem Feuer : Karotten aus der Luft

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Glück gehabt! Dieses Wallaby hat das Feuer überlebt und freut sich über einen der zahlreichen Karotten-Abwürfe. Bild: EPA

In Australien haben die verheerenden Brände die Lebensgrundlage zahlreicher Tierarten zerstört. Die Regierung lässt deshalb Gemüse aus Hubschraubern abwerfen.

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          Wildhüter haben für die von den Buschbränden betroffenen Wallabys in Australien Karotten und Süßkartoffeln aus Hubschraubern abgeworfen. Auf Fotos ist zu sehen, wie das Gemüse für die kleinen Kängurus in einen Hubschrauber der National Parks and Wildlife Service von New South Wales geladen wird.

          Durch die verheerenden Brände haben viele von den kleinen Kängurus ihre Nahrungsgrundlage verloren. Nach Angaben des Umweltministers von New South Wales, Matt Kean, seien Tausende Kilogramm Gemüse verteilt worden. Er taufte die Aktion „Operation Rock Wallaby“ („Operation Felskänguru“) .

          Forscher der Universität von Sydney haben berechnet, dass mindestens eine Milliarde Säugetiere, Reptilien und Vögel von den Bränden betroffen sind. Die Tiere, die nicht sofort in den Flammen verendeten, hätten kaum Überlebenschancen, weil ihr Lebensraum zerstört sei.

          Koalas in einigen Landesteilen „vom Aussterben bedroht“

          Am Montag verkündete die Regierung außerdem eine Soforthilfe von 50 Millionen Australischen Dollar (31 Millionen Euro) für den Schutz und die Wiederbelebung der Wildnis nach den Buschfeuern. Umweltministerin Sussan Ley und der stellvertretende Premierminister Josh Frydenberg machten die Ankündigung bei einem Besuch in der Koala-Klinik in Port Macquarie, die seit Beginn der Feuer Dutzende Tiere aufgenommen hat. Die Umweltministerin sprach von einer „ökologischen Tragödie“. Sie sagte, Koalas könnten in einigen Teilen des Landes als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft werden.

          In den Bundesstaaten New South Wales und Victoria gab es am Montag noch etwa 140 aktive Feuer. Durch kühleres Wetter und Regen breiteten sich die Flammen aber nicht mehr so schnell aus wie zuvor. Nach jüngsten Angaben von Premierminister Scott Morrison kamen bislang 28 Menschen ums Leben. Laut einer Expertenschätzung kamen mindestens eine Milliarde Säugetiere, Reptilien und Vögel bei den Bränden ums Leben.

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