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Panda-Baby im Zoo von Tokio : Nachwuchs für Shin Shin

Die Pandadame Shin Shin trägt ihr winziges Neugeborenes im Maul Bild: EPA

Große Freude im Zoo von Tokio: Ein Panda-Baby erblickt das Licht der Welt. Der Bärennachwuchs ist besonders selten – und löst in Tokio Euphorie aus. Sogar die Wirtschaft profitiert von dem raren Ereignis.

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          Erstmals seit 2012 gibt es im Zoo von Tokio Pandabären-Nachwuchs. Die Panda-Dame Shin Shin brachte am Montagvormittag ein Junges zur Welt. Noch steht nicht fest, ob es männlichen oder weiblichen Geschlechts ist.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Die Nachricht wurde in Japan erfreut aufgenommen. Dem öffentlich-rechtlichen Nachrichtensender NHK war es eine Eilmeldung wert. Shin Shin und ihr männlicher Gefährte Ri Ri sind die größte Attraktion im Zoo von Tokio. Vor dem Gehege, das gleich beim Haupteingang liegt, stehen üblicherweise lange Besucherschlangen. Die Pandabärin Shin Shin hatte im Jahr 2012 schon einmal für Nachwuchs gesorgt. Der kleine Pandabär verendete damals allerdings sechs Tage nach der Geburt an einer Lungenentzündung.

          Die größte Freude macht der Bärennachwuchs dem Einzelhandel im Stadtteil Ueno. Das Besucherinteresse am Zoo wird in den nächsten Wochen noch größer werden. Schon am Montag hatten Lebensmittelgeschäfte ihre Waren angepasst. Reisschalen zum Beispiel gab es mit Pandabären-Muster. Die Aktie des Restaurantbetreibers Totenko, der in der Nähe des Zoos ein chinesisches Restaurant unterhält, stieg am Montag zeitweise um etwa 40 Prozent und lag am Handelsschluss noch 6,7Prozent im Plus.

          Das Pandabären-Paar Shin Shin und Ri Ri sind seit dem Jahr 2011 im Zoo von Tokio und für die Dauer von zehn Jahren von China ausgeliehen. Die Stadtregierung von Tokio zahlt für den Besuchermagneten jedes Jahr 950.000 Dollar als Spende für die Panda-Forschung in China. Weil das Elternpaar China gehört, muss Tokio gemäß der Übereinkunft den jungen Pandabären nach 24 Monaten der Volksrepublik überlassen. Die seltenen Pandabären sind für China ein Mittel der Diplomatie. Das erste Pandabären-Paar kam 1972 nach Tokio, um die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu feiern.

           

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