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Halter müssen Tiere melden : NRW bekommt ein Gifttiergesetz

  • -Aktualisiert am

Giftig: eine europäische Eidechsennatter Bild: dpa

Vor einem Jahr war einem Mann in Herne eine Monokelkobra entwichen. Jetzt hat der nordrhein-westfälische Landtag den Kauf gefährlicher Exoten wie Schlangen, Spinnen und Skorpione verboten.

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          Der nordrhein-westfälische Landtag hat ein Gifttiergesetz beschlossen, das unter anderem den Kauf gefährlicher Exoten wie Schlangen, Spinnen und Skorpione verbietet. Wer dagegen verstößt, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro rechnen. Haltern, die Gifttiere aussetzen, drohen sogar zwei Jahre Haft.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Wer giftige Tiere bereits besitzt, darf sie nach dem im kommenden Januar in Kraft tretenden Gesetz zwar behalten, muss künftig jedoch strenge Auflagen erfüllen. So sind Halter verpflichtet, den Behörden alle ihre giftigen Tiere zu melden und ein Führungszeugnis vorzulegen. Von Mitte 2021 an müssen sie zudem nachweisen, dass sie eine hohe Haftpflichtversicherung abgeschlossen haben. Bislang brauchten Gifttierkäufer oder -besitzer in NRW – so wie in sieben weiteren Bundesländern – keine besondere Berechtigung.

          Anlass für das neue Gesetz waren Vorfälle wie jener vor einem Jahr, als in Herne einem Mann eine Monokelkobra entwich. Die Suche nach dem Tier dauerte tagelang, auch Reptilienfachleute der Feuerwehr Düsseldorf mussten in der Mehrfamilienhaussiedlung anrücken, 30 Nachbarn des Mannes mussten in Ausweichquartieren untergebracht werden. Durch die nun beschlossene Versicherungspflicht können Kommunen in solchen Fällen anders als bisher damit rechnen, die Kosten für die aufwendigen Einsätze erstattet zu bekommen. Auch weil im Ruhrgebiet regelmäßig eine der größten Reptilienbörsen der Welt stattfindet, gilt NRW als deutsches Zentrum der Gifttierhaltung.

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