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Besitzerin will Kosten zurück : Die Mops-Posse landet vor Gericht

  • Aktualisiert am

Die Mops Hündin „Edda“, jetzt umbenannt in „Wilma“, liegt in ihrem Körbchen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft im Fall des gepfändeten Mopses. (Archivbild) Bild: dpa

Mopsdame Edda wurde gepfändet, versteigert – und beschäftigt nun die Richter. Die neue Besitzerin möchte das Geld und die Tierarztkosten für den als gesund angepriesenen Hund zurück.

          Die Posse um eine gepfändete und bei Ebay verkaufte Mops-Dame geht vor Gericht. Eine Klage gegen die westfälische Stadt Ahlen sei nun eingegangen, sagte Amtsgerichtsdirektor am Dienstag auf Anfrage. Bevor es möglicherweise zu einer Verhandlung kommt, können beide Seiten noch Stellung zu der Sache nehmen. Die Käuferin der Mopdame „Edda“ klagt nach eigenen Angaben, weil sie den Kaufpreis und die Tierarztkosten erstattet bekommen möchte.

          Um den Streit gibt seit Tagen Wirbel. Die Hündin war nach Angaben der Stadt aus einer Familie in Ahlen gepfändet worden, weil diese hohe Schulden bei der Kommune habe. Der Erlös des Ebay-Verkaufs sei in die Stadtkasse geflossen. Die Polizeibeamtin Michaela Jordan kaufte das als gesund angepriesene Tier für 690 Euro und stellte dann unter anderem eine schwerwiegende Augenkrankheit fest.

          Ahlens Bürgermeister Alexander Berger (CDU) teilte am Dienstag mit, den Vorfall weiter aufklären zu wollen. So sei die Verwendung eines privaten Ebay-Kontos für den Hundeverkauf nicht korrekt gewesen, räumte er ein. Per Dienstanweisung wolle er dafür sorgen, dass sich ein ähnlicher Fehler nicht wiederhole. In ihrer Mitteilung bekräftigte die Stadt außerdem ihr Angebot, die Pfändung und den Verkauf rück abzuwickeln, wenn Vorbesitzer und neue Hundehalterin dies wünschten.

          „Das wollen weder meine Mandantin noch die Vorbesitzer“, sagte Jordans Anwalt Wolfgang Kalla am Dienstag. Seiner Mandantin gehe es darum, ihren Schaden ersetzt zu bekommen. „Es ist unvertretbar, wie die Stadt hier mit Menschen und Tieren umgegangen ist“, sagte er. Er sei zuversichtlich, dass die Klage Erfolg haben könne.

          Anders als Michaela Jordan zunächst angekündigt hatte, wolle man auf eine Strafanzeige wegen Betrugs vorerst verzichten. Sollten sich im Prozess am Amtsgericht allerdings konkrete Hinweise auf strafrechtlich relevantes Fehlverhalten seitens der Stadt ergeben, soll die Akte nach Abschluss des Verfahren direkt weiter an die Strafermittler gesandt werden, kündigte der Anwalt an. Nach Angaben des Amtsgerichts ist frühestens in einigen Monaten mit einer Verhandlung zu rechnen.

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