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Lebensraum für Tiere : Blühstreifen werden gefordert – aber zu wenig gefördert

  • -Aktualisiert am

Anders der nur knapp zwei Meter breite Streifen mit blauer Phazelia zwischen einer Straßenhecke und einem Maisacker (rechts). Was schön aussieht, bringt mit seinen ein, zwei Pflanzenarten fast nichts für die biologische Vielfalt. Bild: Carl-Albrecht von Treuenfels

Für Insekten, Vögel und kleine Säugetiere sind Blühstreifen ein wichtiger Lebensraum. Doch die Naturschutzflächen werden noch immer viel zu wenig gefördert. Die Folgen sind eklatant.

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          Ackerrandstreifen, Blühstreifen, Bienenweiden, Buntbrachen, Schonstreifen, Lerchenfenster, Feldvogelinseln, Wildäcker, Waldrandstreifen, Pufferstreifen, Bejagungsschneisen, Stilllegungsflächen, ökologische Vorrangflächen: Es wimmelt nur so von Namen und Begriffen für die Absicht von Politik, Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagd und Naturschutz, Land und Gewässer mit mehr ökologischer Rücksicht zu nutzen. Dadurch soll dem rasanten Artensterben, das vom Menschen verursacht wird, Einhalt geboten und möglichst eine Umkehr der katastrophalen Entwicklung bewirkt werden. Was den Kampf gegen Klimawandel, Bienensterben und nun auch wieder gegen das Waldsterben angeht, will jeder wenigstens mit guten Worten dabei sein.

          An Leistungsnachweisen fehlt es nicht. So verkündete der Präsident des Deutschen Bauernverbands, Joachim Rukwied, im Mai, die Bauern hätten 2018 rund 117.057 Hektar Blühfläche angebaut, bei 16,65 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Das entspreche einem fünf Meter breiten blühenden Band von 234.114 Kilometern Länge, das knapp sechs Mal um die Erde reiche – und das sei noch lange nicht das Ende der blühenden Landwirtschaft.

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