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Titisee-Neustadt : Junge Männer nach Tötung von geschütztem Auerhahn verurteilt

  • Aktualisiert am

Ein Auerhahn in Thüringen (Archivbild) Bild: dpa

Im Schwarzwald sind die zwei Männer auf den seltenen, geschützten Auerhahn getroffen – einer der beiden erschlug das Tier mit einer Flasche. Nun wurden die beiden Männer zu Arrest und Geldstrafe verurteilt.

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          Zwei junge Männer sind im Prozess um den gewaltsamen Tod eines geschützten Auerhahn am Dienstag vom Amtsgericht Titisee-Neustadt verurteilt worden. Sie waren während eines Volksfests im Schwarzwald auf das Tier gestoßen.

          Ein 21-Jähriger, der den Auerhahn auf einer Wiese am Feldberg nach Überzeugung des Richters im vergangenen August erschlagen hatte, soll nach Jugendstrafrecht einen einwöchige Arrest antreten und 1000 Euro an die Naturschutzorganisation Nabu zahlen. Ein 23 Jahre alter Mann erhielt wegen Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz eine Geldstrafe in Höhe von 1300 Euro. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Az: 22 Ds 451 Js 28645/19).

          Der Richter ging mit dem Arrest über den Antrag des Staatsanwalts hinaus. Dieser hatte für den Jüngeren eine Geldauflage von 2400 Euro gefordert. Die Verteidiger hatten für ihre Mandanten jeweils auf Freispruch plädiert.

          Wie die „Badische Zeitung“ berichtet, gaben die Männer an, aus Notwehr gehandelt und den Hahn lediglich mit der Hand geschlagen zu haben. Der Richter sei dieser Erklärung nicht gefolgt. Das Gericht gehe davon aus, dass der eine Mann den Hahn mit einer Flasche erschlagen habe, hieß es weiter. Dies hatten Zeugen berichtet. Das Gericht bemängelte bei den Angeklagten der „Badischen Zeitung“ zufolge eine „aufrichtige Reflexion“ des Geschehens.

          Die Tat hatte überregional Bestürzung hervorgerufen. Auerhühner sind als bedrohte Tierart streng geschützt und kommen im Schwarzwald nur noch in wenigen Gebieten vor. Die beiden Angeklagten äußerten zum Abschluss des Prozesses ihr Bedauern.

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