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Eisenbahner-Katze : Japan trauert um Bahnhofsvorsteherin Tama

  • Aktualisiert am

Katze Tama, ehemals Bahnhofsvorsteherin im japanischen Ort Kishigawa. Bild: AFP

Die japanische Kleinstadt Kishigawa hat ihr Maskottchen Tama verloren. Die Katze hatte es als offizielle Bahnhofvorsteherin zu landesweitem Ruhm gebracht. Nun ist sie gestorben. Mit ihr verliert die Stadt ihren größten Touristenmagneten.

          Die Katze Tama, die als Vorsteherin eines Kleinstadt-Bahnhofs in Japan Berühmtheit erlangte, ist tot. Das teilte eine Sprecherin der Bahngesellschaft in der westlichen Provinz Wakayama am Donnerstag mit. Tama sei bereits am Montag im Alter von 16 Jahren an einer Krankheit gestorben. Trotz ihrer Krankheit sei sie aber bis zuletzt verspielt gewesen.

          Die Katze war nach dem Ausscheiden des letzten menschlichen Stationsvorstehers am winzigen Bahnhof des abgelegenen Ortes Kishigawa zur Stationsvorsteherin ernannt worden. Das dreifarbige Tier mit der Dienstkappe wurde zu einer Touristenattraktion und brachte der Bahnlinie zusätzliche Kunden: Tausende Menschen nutzten nur ihretwegen die Strecke über Kishigawa. Nach der Todesnachricht legten Trauernde an dem Bahnhof Blumen nieder, berichtete die Zeitung „Asahi Shimbun“.

          Tama habe seit einem Monat eine Nebenhöhleninfektion gehabt und sei von ihrem Besitzer gepflegt worden, sagte Bahn-Sprecherin Yoshiko Yamaki. „Aber als ich sie am Vorabend ihres Todes mit dem Präsidenten der Bahngesellschaft besuchte, ist sie aufgestanden und hat miaut, als wollte sie, dass er sie in den Arm nimmt.“

          Eine der Beileidsbekundungen kam von Provinzgouverneur Yoshinobu Nisaka: „Tama war sehr beliebt in Japan wie im Ausland“, sagte er. „Sie war ein Superstar. Ich bin bekümmert, aber auch dankbar.“ Die Bahngesellschaft kündigte an, die Beisetzung werde am Sonntagnachmittag stattfinden - am kleinen Bahnhof von Kishigawa.

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