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In Themse verirrt : Tierschützer besorgt um Beluga-Wal

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Der Beluga-Wal schwimmt in der Themse nahe Gravesend in London. Bild: Reuters

Ein Beluga-Wal hat sich bei der Verfolgung eines Fischschwarms in die Themse verirrt. Seenotretter schützten ihn bisher vor einer Kollision mit anderen Schiffen. Experten sorgen sich um den Zustand des Tieres.

          Tierschützer sorgen sich um einen Beluga-Wal, der sich in die Themsemündung verirrt hatte. Das Tier wurde am Dienstag östlich von London in dem Fluss gesichtet, der als einer der meistbefahrenen Wasserwege Europas gilt. Belugas, auch Weißwale genannt, leben eigentlich in arktischen Gewässern wie etwa um Grönland und in der Beringsee. Ein Vogelbeobachter hatte das Tier zunächst entdeckt und Videos davon per Kurznachrichtendienst Twitter im Internet geteilt: „Ich kann nicht glauben, dass ich das schreibe, kein Witz – ein Beluga in der Themse.“

          Vermutet wird, dass der Meeressäuger einem Schwarm Fische in die Themsemündung gefolgt ist. Ein Boot der Seenotrettung begleitete den Beluga am Dienstag, um ihn vor einer Kollision mit anderen Schiffen zu schützen. „Er oder sie hat sich offenbar sehr verirrt und ist sehr wahrscheinlich in Schwierigkeiten“, sagte Arktis-Experte Rod Downie von der Tierschutzorganisation WWF der britischen Nachrichtenagentur PA.

          Beluga-Wale können bis zu sechs Meter lang werden und sind normalerweise in den kühlen Gewässern rund um Grönland sowie nördlich von Norwegen und Russland zuhause. Die geselligen Tiere leben normalerweise in Schulen von mehreren Tieren - umso besorgniserregender sei das Auftauchen eines isolierten Wales, sagte Rob Lott von der Gesellschaft zum Schutz der Wale und Delfine. Zuletzt waren 2015 zwei Belugas vor der Küste der nordenglischen Grafschaft Northumberland gesichtet worden. 2006 war ein Schnabelwal verendet, der die Themse hinauf bis nach London geschwommen war.

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