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In Niedersachsen : Gericht gibt Problemwolf zum Abschuss frei

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Rodewald: Der präparierte Kopf eines Wolfs, der auch als „Würger vom Lichtenmoor“ bekannt war und im Jahr 1948 erlegt wurde, hängt im Heimatmuseum. Bild: dpa

Der Leitrüde des Rodewalder Wolfsrudels soll zahlreiche Nutztiere gerissen haben. Das Umweltministerium von Niedersachsen will ihn deswegen abschießen lassen. Ein Eilantrag gegen die Pläne wurde abgelehnt.

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          Der Leitrüde des Rodewalder Wolfsrudels kann wie vom Umweltministerium geplant abgeschossen werden. Das hat das Verwaltungsgericht Oldenburg entschieden und damit einen gegen den Abschuss gerichteten Eilantrag abgelehnt. Alternativen zur Tötung wie eine Vergrämung des Tieres oder Herdenschutzmaßnahmen seien nicht zu erkennen, teilte das Gericht am Freitag mit.

          Demnach hat der Landesbetrieb NLWKN überzeugend dargelegt, dass die strengen Voraussetzungen für eine rechtmäßige Abschussgenehmigung vorliegen. Dem Leitrüden des Rudels im Landkreis Nienburg waren nach Angaben des Ministeriums genetisch mehr als 40 Risse von Nutztieren nachgewiesen worden. Darunter sind bis zu drei Ponys, ein Alpaka und bis zu zehn Rinder.

          Der Freundeskreis freilebender Wölfe, eine anerkannte Naturschutzvereinigung, hatte die Tötung mit dem Eilantrag verhindern wollen. Das Gericht verwies jedoch unter anderem auf bisherige Schäden und die Prognose, dass zukünftig weitere Wolfsrisse zu erwarten seien. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

          Das Umweltministerium hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, den Wolf bis zu der Gerichtsentscheidung zunächst verschonen zu wollen. Erstmals war im April 2016 ein Wolf in Niedersachsen mit behördlicher Genehmigung abgeschossen worden, weil er einen Hund angegriffen und zu wenig Scheu vor Menschen gezeigt hatte.

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