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Hunde aus dem Tierheim : Die Bestie und mein großes Herz

Abschiedsfoto vor dem Tierheim: Elvis, Koffer, Hut. Kurz darauf beginnt das Abenteuer. Bild: privat

Wie ist es, einen Hund aus dem Tierheim zu adoptieren – insbesondere, wenn das Tier als schwierig gilt? Unser Autor berichtet von seinen ersten Wochen mit dem Mischling Elvis. Es sieht nicht gut aus.

          6 Min.

          Die aparte Tierheimleiterin, Jahrzehnte jünger als ich und doch Jahrzehnte erfahrener mit Tieren, schaut zweifelnd. Elvis an ein Herrchen geben, das noch nie einen Hund hatte, also keine Ahnung hat? Elvis ist eine Mischung aus Jagd- und Hütehund, knapp drei Jahre alt, nicht kastrierter Rüde, ein Kraftpaket, schon zweimal im Tierheim gelandet. Hardcore. Aber ein schönes Tier, ein bisschen Labrador, ein bisschen Mali­nois. Das Herrchen bin ich oder vielmehr: Ich will das Herrchen werden.

          Frank Pergande
          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Ich bin mit Elvis schon einige Male Gassi gegangen. Auch bei mir zu Hause war er schon, einmal mit Übernachtung. Hat alles geklappt. Ich würde ihn nehmen, er hat etwas. Er hat auch ein bisschen von mir. Er mag keine Gesellschaften und keine Unruhe, er liebt lange Wanderungen und immer gleich ablaufende Tage. Er leidet immer an Hunger. Elvis hat im Tierheim eine sehr sympathische ehrenamtliche Betreuerin. Sie spricht sich für mich aus und berichtet der Leiterin, die beiden – also Elvis und ich – hätten schon ein ganz gutes Verhältnis aufgebaut. Elvis sei viel ruhiger geworden, markiere auch nicht mehr so viel. Für hundeferne Leser: markieren gleich pinkeln.

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