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Nachweis per Kotprobe : Hessisches Wolfspaar lebt im Rheingau

Zwei seiner Artgenossen leben frei im Rheingau-Taunus Bild: dpa

Die Rheingauer Wölfin mit der Bezeichnung GW1798f hat einen Partner gefunden. Eine Kotprobe hat das bestätigt. Ob die Wölfin schon Welpen geboren hat, ist noch nicht bekannt.

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          Bislang waren in Hessen nur Einzeltiere gesichtet und bestätigt worden, doch nun scheint das erste Wolfsrudel tatsächlich nur eine Frage der Zeit. Denn die Rheingauer Wölfin mit der Bezeichnung GW1798f hat einen Partner gefunden. Durch eine Anfang Juni bei Oestrich-Winkel genommene DNA-Probe wurde das erste Wolfspaar in Hessen bestätigt.  

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Mit der neuen Kotprobe wurde das männliche Tier namens „GW1958m“ wiederholt über drei Monate in der Region nachgewiesen. Damit zählen die beiden nach bundesweit einheitlichen Kriterien als Wolfspaar. Es ist das erste seit der Wiederbesiedlung Hessens durch den Wolf.

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          Ob bereits eine Reproduktion stattgefunden und die Wölfin Welpen geboren hat, ist noch nicht bekannt. Das Land bittet darum, dem hessischen Wolfsmonitoring Hinweise zeitnah zu melden. Diese könnten dann nach bundesweit einheitlichen Kriterien ausgewertet und dokumentiert werden.

          Jörg Nitsch, der Vorsitzende des hessischen Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), hält das für eine „gute Nachricht“ und „in Zeiten des Artensterbens für eine erfreuliche Entwicklung. Wichtig ein nun, dass die Weidetierhalter ihre Tiere durch Herdenschutzmaßnahmen sicherten und dazu die Angebote des Landes Hessen annähmen. „Wölfe sind sehr scheue Tiere und für Spaziergänger und Waldbesucher nicht gefährlich.“

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