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Herbstmilbe plagt Menschen : Die Larve geht unter die Haut

  • -Aktualisiert am

Die Larve der Herbstmilbe Neotrombicula autumnalis, der Verursacherin der sogenannten Erntekrätze, ist knapp einen Millimeter groß. Bild: ddp

Die kleinen Herbstmilben verursachen bei Menschen bis in den Herbst einen andauernden, quälenden Juckreiz. Es gibt aber auch ein paar Kniffe, den Spinnentierchen das Saugen schwer zu machen.

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          Sie sind weniger als einen Millimeter groß, doch wer mit ihnen Bekanntschaft macht, spricht im Zweifel auch noch nach Wochen von ihnen. Herbstmilben, auch Sommermilben genannt – genau gesagt: ihre Larven –, scheinen in diesem Jahr besonders aktiv zu sein. Vermehrt schlagen Patienten bei Hausärzten auf, klagen über juckende Stellen, die sich oft über ganze Körperteile wie Arme und Beine ziehen. Die Pusteln jucken stärker als Mückenstiche, und sie halten sich auch länger. Meist müssen Betroffene bis zu zwei Wochen warten, bis Pusteln und Juckreiz verschwinden.

          Diese Milben treten etwa von Juni bis Oktober auf. Sie bevorzugen niedrige Vegetation und sind häufig in Gärten und dort auf Wiesen zu finden. Dabei ist Milbe nicht gleich Milbe. „Es gibt circa 1000 verschiedene Arten“, sagt Frank Uwe Pfuhl vom Naturschutzbund Wetterau. Die Grasmilbe sei an Menschen nicht interessiert, sondern eher an Pflanzen. Vielmehr sei es die Herbstmilbe, die für den Juckreiz sorge, erläutert Pfuhl. Sie attackierten jedoch vor allem Mäuse, Hunde, Hauskatzen und bei Gelegenheit auch Menschen.

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