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Das neue Elfenbein : Handel mit Flusspferdzähnen nimmt dramatisch zu

  • Aktualisiert am

Ein Nilpferdjunges im Zoologischen Garten in Ústi nad Labem in Tschechien. Bild: dpa

Artenschützer befürchten, dass der Handel mit Flusspferdzähnen weiter ausufert. Laut einem Bericht kommen viele Abnehmer fertiger Produkte aus der EU.

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          Artenschützer beklagen, dass der Handel mit den Eckzähnen von Flusspferden außer Kontrolle gerät. Zwar sei der Handel mit den Zähnen, die zu Schnitzereien oder Messergriffen verarbeitet werden, nicht illegal, sagte Daniela Freyer von der Organisation Pro Wildlife dem „Spiegel“. Er gehöre jedoch umfangreich dokumentiert, was zunehmend umgangen werde: „Ein großer Teil des Handels mit Flusspferdzähnen findet im Verborgenen statt.“ So wurde der Transport von 17 Tonnen Zähnen aus Uganda und Tansania nach Hongkong seit 1995 nicht ausgewiesen, wie das Magazin unter Berufung auf Forscher der Universität Hongkong berichtet.

          Flusspferde werden auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdet eingestuft. Ihre 70 Zentimeter langen Zähne werden dem Bericht zufolge aus Afrika vor allem nach Hongkong und China exportiert und dort verarbeitet. Größter Importeur der dort erstellten Produkte sei die Europäische Union mit über 40.000 Schnitzereien in den vergangenen zehn Jahren, sagte Freyer.

          Artenschützer befürchten, dass der Handel mit Flusspferdzähnen weiter zunehmen könnte, wenn ab 2021 Einschränkungen des Elfenbeinhandels in Hongkong in Kraft treten. Schmuggler von Elefanten-Elfenbein würden jetzt schon „zunehmend auch Flusspferdzähne verkaufen“, sagte Ofir Drori vom Anti-Wilderei-Netzwerk Eagle dem „Spiegel“. „Aufgrund ihrer geringeren Größe lassen sie sich leichter schmuggeln als Stoßzähne.“

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