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Rettungsversuch in Tasmanien : Grindwale nach Rettung abermals gestrandet

Retter versuchen, einen gestrandeten Wal im Macquarie Harbour an der Westküste von Tasmanien in Australien ins offene Wasser zu bringen. Bild: dpa

Einsatzkräfte in Tasmanien hatten 32 gestrandete Grindwale zurück ins offene Meer gebracht. Einige der Tiere sind allerdings wieder zurückgekehrt. Weniger als zehn der insgesamt 230 Wale sind nun noch am Leben.

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          Die Einsatzkräfte in Tasmanien haben die Rettung der gestrandeten Grindwale am Freitag fortgesetzt, nachdem einige der schon ins offene Meer gebrachten Tiere an den Strand zurück­gekehrt waren. Wie die Behörden berichteten, waren noch weniger als zehn von ursprünglich mehr als 230 Meeressäugern am Leben.

          Till Fähnders
          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Sie waren wieder an den Strand zurückgeschwommen, nachdem die Retter 32 von den bis zu zweieinhalb Tonnen schweren Tieren in tiefes Wasser gebracht hatten. Massenstrandungen sind unter Grindwalen, die für ihr enges Sozialverhalten bekannt sind, keine Seltenheit.

          Häufig kehren einzelne gerettete Tiere zu ihrer Gruppe zurück, auch wenn viele Mitglieder zu dem Zeitpunkt schon verendet sind.

          Die Kadaver der etwa 200 verendeten Tiere sollen nun ebenfalls auf das offene Meer gebracht werden, da der Verwesungsprozess an Land zu lange dauere und es zu einer starken Geruchsentwicklung komme, teilten die Behörden mit.

          Priorität habe jedoch die Rettung der wieder gestrandeten Tiere sowie weiterer Exemplare, die sich ebenfalls abermals an den Strand ver­irren könnten, sagte Brendon Clark vom Tasmania Parks and Wildlife Service. Immerhin sind die Wetterbedingungen mit Kälte und Regen so, dass die Tiere eine recht gute Überlebenschance hatten, sagte sein Kollege Kris Carlyon.

          Die Tiere waren am Mittwoch in der Bucht Macquarie Harbour entdeckt worden, sowohl am Ocean Beach als auch auf einer Sandbank. Auf Luftaufnahmen waren die Meeressäuger aufgereiht an der Wasser­linie zu sehen.

          Es gibt unterschiedliche Theorien dazu, warum die zu den Delfinen gehörende Art zu Massenstrandungen neigt. So verirren sich Grindwale, wenn ihr Echolot verwirrende Signale aufnimmt. Der Lärm durch den Schiffsverkehr und Verletzungen durch Haiangriffe könnten dabei eine Rolle spielen. Wenn die Tiere in flache Gewässer gelangten, senden sie Stresssignale aus, die wiederum ihre Artgenossen anlockten.

          Nur wenige Tage zuvor waren 14 Pottwale an der Küste der zu Tasmanien gehörenden King Island verendet. Und vor genau zwei Jahren waren in derselben Bucht 470 Wale gestrandet.

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