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Gefahr für Fichten : Dem Schädling auf der Spur

  • -Aktualisiert am

Förster Eberhard Eisenbarth (rechts) sucht den Wald aus der Luft nach befallenen Bäumen ab. Bild: Marcus Kaufhold

Noch ein paar warme Jahre, dann droht die „großflächige Entwaldung“: Damit der Borkenkäfer sich nicht noch weiter ausbreitet, müssen befallene Fichten rasch gefunden werden. In Rheinland-Pfalz kommen dafür Hubschrauber zum Einsatz.

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          Der Hubschrauber ist erst wenige Sekunden in der Luft, da sind bereits die ersten braunen Flecken im Wald zu sehen: tote Fichten zwischen all dem Grün. Der Pilot steuert den Hubschrauber dicht über das Land, Wäldchen wechseln sich mit Maisfeldern und Pferdekoppeln ab, später taucht tief unten das glitzernde Wasser der Mosel auf, Dörfer, Burgen.

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          In diesem wie auch im vergangenen Sommer fiel deutlich weniger Regen als im Durchschnitt. Darunter leiden die Bäume, ihre Widerstandskraft nimmt ab – ideale Bedingungen für den Borkenkäfer. Von dem Schädling gibt es eine ganze Reihe an Arten. Betroffen sind Lärchen, Douglasien und Kiefern, vor allem aber Fichten. Sie werden vom „Buchdrucker“ befallen, und unter ihrer Rinde wird deutlich, warum er so heißt: Dort baut er sich eine „Rammelkammer“, in der die Weibchen begattet werden. Die graben dann „Muttergänge“ und legen darin 50 bis 60 Eier ab, ein feines grafisches Muster entsteht, mit verhängnisvollen Folgen für den Baum. Die Saftzufuhr wird unterbrochen, er stirbt. Eine Käfergeneration benötigt sechs bis zehn Wochen für die Entwicklung. Beginnt die warme Jahreszeit so früh wie zuletzt, gibt es also mindestens drei Generationen. Zudem kann jeder Käfer zwei bis drei Geschwisterbruten zeugen.

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