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Film „My Octopus Teacher“ : Schwebend im Kelpwald

Eingetaucht: Der Filmemacher Craig Foster hat vor der Küste Südafrikas ein Jahr lang einen Octopus in offener See immer wieder begleitet. Bild: Sea Change Project

Der für einen Oscar nominierte Film „My Octopus Teacher“ zeigt die monatelange Annäherung zwischen einem Taucher und einem Meerestier – und führt in eine kaum bekannte Unterwasserwelt am Kap der Guten Hoffnung ein.

          3 Min.

          Eigentlich wollten die Macher des Netflix-Streifens „My Octopus Teacher“ ihren Drehort geheim halten: unweit des Kaps der Guten Hoffnung, inmitten eines riesigen Kelp- oder Seetangwaldes vor der Küste Südafrikas. Doch sollte der südafrikanische Film, der für einen Oscar für den besten Dokumentarfilm nominiert ist, an diesem Sonntag gewinnen, wird die verborgene Welt zwischen den sachte im Wellengang schwankenden meterhohen Algenpflanzen endgültig ins Rampenlicht und wohl auch in die Reisekataloge gebracht.

          Claudia Bröll
          Freie Afrika-Korrespondentin mit Sitz in Kapstadt.

          Nicht nur in Südafrika ist der Film schon jetzt ein großer Erfolg. Zuletzt erhielt er einen Bafta-Award von der britischen Film- und Fernsehakademie. Er zeigt in 90 Minuten die Annäherung zwischen einem Taucher (Craig Foster) und einem Oktopus in offener See. Aus den tagtäglichen Begegnungen der beiden über ein Jahr hinweg entsteht eine ungewöhnliche Beziehung, in der Foster – ein erfahrener Filmemacher – am Leben des Tieres unmittelbar teilnimmt. Kenner sagen, der Film zeige nicht nur eine anrührende Geschichte, sondern stelle auch eine neue Art von Dokumentarfilm dar, in dem die Beobachter nicht außen vor bleiben, sondern buchstäblich in die Tier- und Pflanzenwelt eintauchen.

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