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Zuchterfolg : Seltener Marabu-Nachwuchs im Frankfurter Zoo

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Seltener Nachwuchs: ein Maribu-Küken im Frankfurter Zoo Bild: Frankfurter Zoo

Kleine Sensation im Frankfurter Zoo: Bei den Marabus gibt es Nachwuchs. Die Vögel sind zwar nicht vom Aussterben bedroht, doch eine erfolgreiche Zucht bleibt dennoch eine Besonderheit.

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          Beinahe vorösterliche Freude herrscht im Frankfurter Zoo wegen eines neugeborenen ein Marabu-Kükens. Im Januar hatten Tierpfleger ein frisch gelegtes Ei abseits des Nestes des Vogelpaars Mara und Bu gefunden. Der Hahn Bu hatte kurz darauf ein provisorisches Gelege am Boden gebaut und sich um das Ausbrüten gekümmert. Nach rund einem Monat schlüpfte das Küken. Sein Geschlecht Konnte noch nicht festgestellt werden, wie es aus dem Zoo hieß.

          Seit rund fünf Jahren leben die beiden Marabus im Frankfurter Zoo. Für Direktor Miguel Casares ist der Nachwuchs eine kleine Sensation: „Trotz des großen Altersunterschiedes harmonieren Mara und Bu sehr gut, was enorm wichtig für eine erfolgreiche Paarung ist. Wir haben uns sehr über das erste Marabu-Ei gefreut, konnten aber nicht sicher damit rechnen, dass es befruchtet ist.“ Die Vogelart werde zwar in europäischen Zoos häufig gehalten, die Nachzucht gelinge jedoch selten.

          Lob für erfolgreiche Erstzucht

          Auch Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden und lobte die Qualität des Tierparks: „Ich freue mich, dass bei den eindrucksvollen Marabus die Erstzucht im Frankfurter Zoo gelungen ist. Es zeigt, dass ein gutes Team mit viel Know-how trotz begrenzter Fläche viel erreichen und den Tieren eine gute Haltung bieten kann.“

          Die etwa anderthalb Meter großen und rund sieben Kilogramm schweren Vögel kommen primär in Afrika vor und gehören zur Familie der Störche. Man findet Marabus oft in Steppengebieten vor, wo sie sich ähnlich wie Geier von, dem ernähren, was andere Raubtiere übriglassen.

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