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Nach Bundesligaklub : Berliner Eisbärchen heißt Hertha

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Die kleine Eisbärin Hertha scheint sich im Tierpark Berlin ihre Spiegelung im Wasser anzuschauen. Das Eisbär-Mädchen ist am 1. Dezember 2018 zur Welt gekommen. (Archivbild) Bild: dpa

Das Eisbärchen in Berlin hat jetzt einen Namen. Doch sowohl der Berliner Sportklub, als auch die Bärin hätten ursprünglich etwas anders heißen müssen.

          Begeisterung für Bälle hat sie schon gezeigt: Berlins Eisbärenmädchen hat den Namen Hertha bekommen. Hintergrund der Entscheidung ist, dass der Fußballverein Hertha BSC die Patenschaft für den Eisbärennachwuchs übernommen hat, wie Tierparkdirektor Andreas Knieriem am Dienstag bekanntgab.

          Hertha BSC hatte sich mit einem Video als Pate für das am 1. Dezember geborene Jungtier beworben. In sozialen Medien veröffentlichte der Club im Februar einen Clip, der an den Beginn des Films „König der Löwen“ erinnert: Hertha-Maskottchen Herthinho, ein Braunbär, streckt dabei im Olympiastadion einen Mini-Eisbär aus Plüsch gen Himmel. „Hertha ist ein schöner Name! Nicht wahr, Tierpark Berlin?!“, hieß es dazu.

          „Hertha“ war ab dem Jahre 1880 ein recht populärer Name im damaligen Deutschen Kaiserreich. Er tauchte bis 1920 in den Listen der beliebtesten Mädchennamen auf. Der 25. Juli 1892 ist das Gründungsdatum des Berliner Sport-Clubs, damals noch unter dem Namen „BFC Hertha 92“. Doch der Name „Hertha“ beruht eigentlich auf einem Missverständnis.

          Der römische Historiker Tacitus veröffentlichte im Jahr 98 nach Christus sein Werk „Germania“. Darin beschrieb er die Götterverehrung der Germanen. Die Göttin der Erde trug den Namen „Nerthus“ oder „Nertha“ (weibliche Form). Durch falsche Lesart und schlechte Handschrift wurde der Name jedoch als „Hertha“ verstanden.

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