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Auf Hallig Oland : Ein Hühnerhof ist von der Vogelgrippe betroffen

  • Aktualisiert am

Ein Schild warnt auf einem Bauernhof 2016 vor der Geflügelpest. Bild: dpa

Erstmals in diesem Herbst ist eine Geflügel-Nutztierhaltung von der Vogelgrippe betroffen. In Schleswig-Holstein breitet sich das Virus derweil weiter aus.

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          Die Geflügelpest ist in einem kleinem Hühnerhof auf der nordfriesischen Hallig Oland nachgewiesen worden. Das teilte das schleswig-holsteinische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium am Donnerstag in Kiel mit. Es handelt sich laut Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), dem nationalen Referenzlabor für Geflügelpest, um den ersten bestätigten Geflügelpest-Fall in einer Nutztierhaltung in diesem Herbst in Deutschland.

          Laut Ministerium wurde die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, bei einem Huhn des Betriebes auf Oland festgestellt. Es handelt sich um das Virus H5N8. Die betroffene Haltung besteht demnach aus 57 Hühnern, von denen innerhalb kurzer Zeit acht Tiere gestorben seien. „Alle Tiere der Geflügelhaltung werden gemäß Geflügelpest-Verordnung getötet und fachgerecht entsorgt“, hieß es.

          Um den Betrieb sind gemäß Geflügelpest-Verordnung sogenannte Restriktionszonen einzurichten. Der Sperrbezirk umfasst mindestens drei Kilometer, zudem gibt es ein Beobachtungsgebiet von mindestens zehn Kilometern um den Ausbruchsbetrieb.

          Neue Fälle in Schleswig-Holstein

          Unterdessen breitet sich Geflügelpest in Schleswig-Holstein weiter aus. Nach bisher insgesamt zwölf nachgewiesenen Fällen in Dithmarschen und Nordfriesland wurde auch ein Fall im Kreis Rendsburg-Eckernförde vom FLI bestätigt, wie das Ministerium in Kiel mitteilte. Insgesamt 27 neue Geflügelpest-Fälle seien bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein nachgewiesen worden - darunter eine Wildgans im Kreis Rendsburg-Eckernförde.

          Zuletzt hatte es im März 2018 Geflügelpest-Fälle in Schleswig-Holstein gegeben. Es gab auch größere Ausbrüche 2016/2017. Die Geflügelpest-Epidemie von November 2016 bis Frühjahr 2017 war die schlimmste Tierseuchenwelle dieser Art in Deutschland seit Jahrzehnten. Über 900.000 Tiere mussten bundesweit gekeult werden, allein in Schleswig-Holstein waren es rund 65.000 Tiere.

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