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Dürre in Kenia : Versiegte Wasserquellen

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Sie schafften es nicht bis zum nächsten Wasserloch: verdurstete Giraffen in Kenia Bild: Getty

Eine Luftaufnahme von sechs toten Giraffen aus Kenia geht um die Welt. Die schwere Dürre in dem ostafrikanischen Land bringt nicht nur die Tiere in Not.

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          Es sieht aus wie ein verzweifelter Todesreigen: Eine Luftaufnahme von sechs toten Giraffen in Kenia, die in einem Kreis auf dem ausgetrockneten Erdboden liegen, hat international die Aufmerksamkeit auf die schwere Dürre in dem ostafrikanischen Land gelenkt. Nach Angaben der Agentur Getty Images wollten die Tiere ein nahegelegenes, fast ausgetrocknetes Wasserreservoir erreichen. Die Kadaver seien dann in die Nähe des Dorfs Eyrib gebracht worden.

          Die kenianische Zeitung „Star“ hatte Anfang Dezember ebenfalls über zahlreiche Funde von Wildtieren berichtet, die in den Wildparks elendig verhungert und verdurstet seien. Auch Büffel und Elefanten gehörten dazu. Die Dürre habe den Konkurrenzkampf um Wasserstellen und Weidegebiete unter den Tieren verschärft, sagte der Verwalter eines Parks. Von zuvor mindestens acht Wasserstellen sei nur noch eine übrig.

          Die schwere Dürre bringt nicht nur die Tiere in Not. Nach drei aufeinanderfolgenden schlechten Regenzeiten benötigten mehr als 2,9 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe, heißt es in einem Bericht der Vereinten Nationen. Einige Gegenden hätten die geringsten Regenfälle seit 1981 verzeichnet. Da viele Wasserquellen versiegt seien, müssten Familien lange Strecken zu Fuß zurücklegen. Dies führe zu Spannungen und Konflikten. In einigen Bezirken wurde von Kinderheirat und Schulabbrüchen berichtet, damit die Kinder ihre Familien unterstützen könnten.

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