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Chinesische Fischmehlfabriken : Ein Geschäft, das zum Himmel stinkt

  • -Aktualisiert am

Leer gefischt: Seit internationale Fischtrawler vor der Küste unterwegs sind, wird der Fang der einheimischen Fischer in Gambia immer kleiner. Bild: Picture-Alliance

Fischmehl ist in Europa gefragter denn je: Hühner, Schweine, vor allem aber andere Fische bekommen das Pulver zu essen. In Gambia wächst die Wut auf chinesische Fischmehlfabriken – und die Angst vor einer Hungersnot.

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          Für einen Moment wirkt es wie das perfekte Idyll. Große Vögel gleiten lautlos über das von Mangroven gesäumte Ufer der Flussmündung, ein Kellner stellt eine kalte Limonade auf den kleinen Tisch am Wasser. Dass der schöne Schein trügt, merkt man spätestens dann, wenn man einmal kräftig durch die Nase einatmet.

          „Es ist furchtbar“, sagt Lamin Camara, der Besitzer der Stala Lodge, des kleinen Gasthauses in der Nähe des Städtchens Kartong im äußersten Süden Gambias, dem flächenmäßig kleinsten Land auf dem afrikanischen Kontinent. „Wir haben hier so gut wie keine Besucher mehr, seitdem das Ding dort da ist.“ Er nickt in Richtung eines großen Gebäudes ein paar hundert Meter entfernt.

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