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Wildtierhandel geht weiter : Unbeeindruckt von Corona

Pangoline und andere wilde Tiere werden hier auf dem Markt in Libreville (Gabun) verkauft. Bild: AFP

Artenschützer hofften, mit dem Kampf gegen Corona könnte auch der illegale Handel mit Wildtieren beendet werden. Doch auf Märkten in Afrika und Asien hat sich nicht viel geändert.

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          Auf einem Tiermarkt in Benin sah der Naturfotograf Aaron Gekoski die letzten Tage der Menschheit gekommen. „Wir sind dem Untergang geweiht“, ließ der preisgekrönte britische Fotograf im Januar auf Facebook wissen. Eine Recherche im Auftrag der Artenschutzorganisation World Animal Protection (WAP) hatte ihn auf jene Marktplätze des westafrikanischen Kleinstaats geführt, auf denen Voodoo-Priester die Staffage für ihren Zauber erwerben. Es ging bei dem Auftrag um „das komplexe Verhältnis der Menschheit zu den Tieren“.

          Thilo Thielke

          Freier Berichterstatter für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          Was Aaron Gekoski dort zu Gesicht bekam, erschütterte selbst den erfahrenen Bildreporter. Seine Crew und er hätten „jedes tote Tier, das man sich vorstellen kann, gesehen: Krokodile, Paviane, Schildkröten, Schlangen, Hyänen, Hunde, Chamäleons, Dutzende von Vogelarten und selbst die Hände von Gorillas“. Er stelle sich nun die Frage, welche Hoffnung es für die Tierwelt noch gebe. Die Frage war rhetorisch gemeint.

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