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Welt-Artenschutzkonferenz : Mehr Schutz für Löwen, Elefanten und Graupapageien

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Zum Schutz der Elefanten soll künftig auch innerhalb von Staaten nicht mehr mit Elfenbein gehandelt werden dürfen. Bild: dpa

Auf der Welt-Artenschutzkonferenz „Cites“ in Südafrika wurden strengere Regeln für den Handel mit Tieren beschlossen. Einige Bestimmungen gehen Artenschützern nicht weit genug.

          Für mehrere Tierarten sind am Wochenende bei der Welt-Artenschutzkonferenz (Cites) in Johannesburg strengere Regelungen beschlossen worden. Mit Elfenbein soll künftig auch innerhalb von Staaten nicht mehr gehandelt werden dürfen. Namibias und Simbabwes Antrag, ihnen den Verkauf von Elefanten-Stoßzähnen ins Ausland zu erlauben, wurde mehrheitlich abgelehnt. Der internationale Handel mit Elfenbein ist seit 1989 verboten.

          Seitdem bekamen jedoch mehrere Länder Ausnahmegenehmigungen. Namibia und Simbabwe hatten ihren Antrag damit begründet, dass sie mit dem Erlös aus dem Verkauf ihrer Elfenbeinreserven Programme zum Schutz von Elefanten finanzieren wollten. Nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) ist die Zahl der afrikanischen Elefanten auf 415000 zurückgegangen. Das seien etwa 110000 weniger als zehn Jahre zuvor. Hauptursache sei die Wilderei, zugleich nehme aber auch der natürliche Lebensraum der Dickhäuter ab.

          Hochgestuft wurde der rechtliche Schutz für wildgefangene Graupapageien: Sie sollen nicht mehr international kommerziell gehandelt werden. Zudem beschlossen die Cites-Mitglieder einen besseren Schutz für 55 Reptilienarten, und sie einigten sich darauf, den Handel mit Löwen-Produkten zu beschränken. Verboten ist künftig der kommerzielle Handel mit Knochen und anderen Skelett-Teilen von Löwen aus freier Natur.

          Artenschützern geht das nicht weit genug. Sie kritisieren, dass die Ausfuhr von Produkten gezüchteter Tiere erlaubt bleibt. Der Ausbeutung von Löwen in afrikanischen Zucht- und Jagdfarmen sei leider kein Riegel vorgeschoben worden. Der Handel mit Löwenknochen stieg demnach in den vergangenen Jahren enorm, weil sie als Ersatz für Tigerknochen in der sogenannten Traditionellen Medizin eingesetzt werden. Vertreter aus 183 Länder tagen noch bis zum 5. Oktober in Johannesburg, um Regeln für den Handel mit gefährdeten Arten zu erstellen.

           

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