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Begegnung mit dem Raubtier : Wie der Wolf seinen Schrecken verliert

  • -Aktualisiert am

Ein Wolf im Colorado Wolf and Wildlife Center: „Wenn man die hautnah Tiere erlebt, legt sich die Angst fast sofort“. Bild: Stephen Krasemann/All Canada Pho

Auch im amerikanischen Bundesstaat Colorado wird über Wölfe gestritten. Tierschützer versuchen, den Mythos vom blutrünstigen Raubtier zu widerlegen.

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          Die Wölfe von Colorado sind nicht leicht zu finden. Der Weg zu den Tieren führt von Colorado Springs durch die steilen Ausläufer der Rocky Mountains gen Westen. Der Highway24 windet sich durch Kiefernwälder und rötliche Canyons vorbei an Manitou Springs, Cascade und Woodland Park („Stadt über den Wolken“), bevor er auf fast 2800 Metern Divide erreicht. Im Dorf am höchsten Punkt des Passes gibt es ein Lebensmittelgeschäft, eine Postfiliale, eine Grundschule und mehrere Kirchen. Viele der etwa 120 Bewohner arbeiten im „Muller State Park“ oder auf Viehfarmen. Ein paar Kilometer hinter Divide geht es auf einem Feldweg zu den weitläufigen Gehegen des „Colorado Wolf and Wildlife Center“.

          „Das letzte freilebende Rudel in Colorado wurde in den vierziger Jahren erlegt“, sagt Alexa Sample. „Unsere Wölfe stammen aus Safariparks, Zoos und von Privatleuten, die mit den Tieren überfordert waren.“ Wie Dutzende Bewohner der ländlichen Region arbeitet die Juristin ehrenamtlich für das Wolfszentrum. „Wir versuchen, gegen das Vorurteil von der blutrünstigen Bestie anzukämpfen. Der Wolf wird seit Ewigkeiten verkannt.“

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