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Größter Ochse Australiens : Riesen-Rind Knickers ist zu groß für den Schlachthof

Bild: Reuters

Rinder kommen mit zwei oder drei Jahren zum Schlachter. Doch Knickers ist bereits sieben Jahre alt – und überragt alle. Das rettet ihm das Leben.

          Knickers ist nicht der größte Ochse der Welt, aber für Australier – und das Internet – ist er die Sensation der Woche. Falls Sie sich beim Blick auf das Bild zu diesem Artikel gefragt haben, ob die anderen Rinder der Herde nur wahnsinnig klein geraten sind, so lautet die Antwort: nein. Knickers ist 1,94 Meter hoch und stolze 1,4 Tonnen schwer.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Ein bisschen überrascht von der Größe des Ochsen ist auch sein Besitzer, der Bauer Geoff Pearson. Er hatte den Ochsen als Jungtier gekauft. „Wir wissen auch nicht, warum er so groß wurde. Das ist schon etwas seltsam“, sagte er gegenüber dem britischen „Guardian“. Nur in Italien lebt laut dem Guinessbuch der Rekorde ein Rind, das den australischen Ochsen knapp überragt. Es trägt den Namen „Bellino“, was man frei als „Hübscher“ übersetzen kann. Ihm wurden im März 2010 bei der offiziellen Messung 2,027 Meter bis zum Widderrist bescheinigt.

          Doch auch wenn Ochse Knickers nur der Größte in Australien ist; das Internet hat er bereits erobert.

          Und wie konnte er nun so groß werden? Pearson vermutet, dass der Grund für Knickers' Größe darin liege, dass er dem Rind die Zeit gegeben habe, sich voll zu entfalten. „Wahrscheinlich haben sie sonst nie die Möglichkeit, in vollem Umfang auszuwachsen“, sagte er. Andere Ochsen bringe man für gewöhnlich im Alter von zwei bis drei Jahren zum Schlachter. Knickers ist mittlerweile sieben Jahre alt – und dank seiner Größe bleibt ihm nun auch das Schlachthaus erspart.

          Pearson hatte versucht, den Riesen-Ochsen bei einer Viehauktion im Westen Australiens zu verkaufen, doch die Käufer dort winkten ab: zu groß, das machen die Maschinen nicht mit. Das schwarz-weiße Holstein-Frisian-Rind darf nun seinen Lebensabend friedlich grasend auf Pearsons 3000 Hektar großem Grundstück verbringen.

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