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Ausbruch in der Nerzfarm : Tausende Nerze wegen Corona-Infektion verendet

  • Aktualisiert am

Zwei Nerze schauen aus ihren Käfigen auf einer Pelzfarm. (Archivbild) Bild: dpa

In Utah sind innerhalb von zwei Wochen Tausende Nerze verendet. Die Tiere hatten sich mit dem Coronavirus bei Tierpflegern angesteckt – und sind durch ein Protein in ihrer Lunge besonders anfällig für eine Covid-19-Erkrankung.

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          Das Coronavirus trifft auch Nerze. Im amerikanischen Bundesstaat Utah sind in den vergangenen zwei Wochen einige Tausend Tiere verendet, die sich auf Pelzfarmen infiziert hatten. Laut der Veterinärbehörde steckten sich die Amerikanischen Nerze (Neovison vison) wahrscheinlich bei Tierpflegern an. Dass infizierte Tiere das Virus wiederum an Menschen weitergeben, sei bislang nicht beobachtet worden. Der Amtstierarzt stellte insgesamt neun Betriebe in drei Bezirken unter Quarantäne. Die amerikanische Pelzkommission teilte mit, die Pelze der etwa 8000 verendeten Nerze würden von Viren gereinigt und wie geplant zu Mänteln und anderen Kleidungsstücken verarbeitet.

          Vor dem Ausbruch in Utah hatten amerikanische Gesundheitsbehörden schon bei etwa 50 Tieren, meist Hunden und Katzen, das Coronavirus nachgewiesen. Im Bronx Zoo in New York hatten sich Ende März auch mehrere Tiger und Löwen infiziert, wie mittels Stuhlproben festgestellt wurde. Einige der Großkatzen husteten, ansonsten ging es ihnen aber gut. Dass Nerze besonders anfällig für Covid-19-Erkrankungen sind, liegt ersten Untersuchungen nach an einem Protein in ihrer Lunge. In den Niederlanden waren im Sommer Dutzende Nerzfarmen wegen Corona-Ausbrüchen geschlossen worden. Hunderttausende Tiere mussten auf Anordnung der Behörden getötet werden.

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