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Labrador mit Extra-Aufgaben : Auch Sully trauert um George H. W. Bush

Ein Bild geht um die Welt: Sully vor dem Sarg des am Freitag verstorbenen George H. W. Bush. Bild: AP

Ein Bild geht um die Welt: Hund Sully liegt vor dem Sarg des verstorbenen George H. W. Bush. Was wird nun aus dem Hund?

          „Hunde kommen in unser Leben, um zu bleiben“, soll Picasso gesagt haben, der ja selbst sehr tierlieb war. Dass der spanische Maler damit nicht falsch lag, zeigt derzeit ein Foto des Hundes Sully.

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Sully kam erst im Juni dieses Jahres zu George H. W. Bush, dem am Freitag verstorbenen 41. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Der beigefarbene Labrador Retriever ist zwei Jahre alt und wurde von America's VetDogs extra zur Unterstützung des ehemaligen Präsidenten ausgesucht. Benannt hatte die Organisation den Welpen nach Chesley „Sully“ Sullenberger III., jenem Piloten, der 2009 eine Passagiermaschine auf dem Hudson landete und damit die Insassen rettete. Auch Sully ist ein ausgebildeter Helfer, der dem damals bereits im Rollstuhl sitzenden Bush dabei half, heruntergefallene Gegenstände aufzuheben, Türen zu öffnen oder Notfallknöpfe zu drücken.

          Bush war schon während seiner Präsidentschaft ein großer Hunde-Fan. Sein englischer Springer Spaniel „Millie“ galt als der berühmteste Hund in der Geschichte des Weißen Hauses. Bush führte seine Klugheit sogar in einer Wahlkampfrede 1992 gegen Bill Clinton und Al Gore an: „Mein Hund Millie weiß mehr über Außenpolitik als diese zwei Dummköpfe.“ Diese Meinung – über Clinton, nicht über den Hund – sollte er später revidieren. Zu seinem Nachfolger  hatte er ein enges Verhältnis, wie nicht zuletzt das Bild jenes Junitages zeigt, an dem Sully ankam. Da besuchte Clinton ihn gerade.

          Bill Clinton (rechts) besuchte seinen Amtsvorgänger George H.W. Bush am 25. Juni 2018, als dieser Sully bekommen hat.

          Sully wird sein ehemaliges Herrchen noch ein Stück begleiten, wenn dessen Sarg von Houston nach Washington überführt wird, wie der Nachrichtensender CNN berichtet. Danach wird er weiter als Hilfshund arbeiten. Wie America's VetDogs bekannt gab, soll der Labrador im Walter Reed General Hospital in Maryland bei der Therapie von verwundeten Soldaten helfen. „So sehr wie unsere Familie diesen Hund auch vermissen wird, so sehr beruhigt es uns, zu wissen, dass er die gleiche Freude in sein neues Zuhause, Walter Reed, bringen wird, die er auch dem 41. Präsidenten brachte“, schreibt der Sohn des Verstorbenen, George W. Bush.

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