https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/argentinien-delfin-baby-stirbt-nach-touristen-selfie-14079027.html

Argentinien : Delfin-Baby stirbt nach Touristen-Selfie

  • Aktualisiert am

Touristen heben einen Baby-Delfin aus seichtem Wasser und beginnen an einem Badestrand, Fotos zu machen. „Gebt es zurück“, rufen einige Besucher. Doch niemand tut es.

          1 Min.

          Einem Delfin-Baby in Argentinien hat der Selfie-Eifer von Strandbesuchern den Tod gebracht. Der kleine Franciscana-Delfin war im Badeort Santa Teresita, rund 250 Kilometer südöstlich von Buenos Aires, von Touristen im seichten Wasser gefunden und an den Strand gebracht worden, wie das Nachrichtenportal Infonews berichtete.

          Das Delfin-Baby wurde von Hand zu Hand weitergegeben und auf den Sand gelegt, während die Schaulustigen Selfies mit dem Delfin schossen. Das Tier starb nach Angaben der Umweltschutzorganisation Vida Silvestre unter den Sonnenstrahlen an Dehydratisierung.

          „Gebt es zurück ins Wasser“, rufen einige Frauenstimmen in einem Video auf Youtube. Doch niemand tut es. Kinder sind zu sehen, wie sie das Tier auf dem Sand streicheln. Immer mehr Menschen kommen mit ihren Smartphones hinzu und stehen um den Delfin herum. Mehrere Tierschutzorganisationen reagierten mit einem dringlichen Aufruf, nicht Selbstdarstellungsdrang vor den Schutz der Tiere zu stellen.

          Franciscana-Delfine sind mit nur rund 1,5 Meter Länge die kleinsten ihrer Art. Sie leben ausschließlich an den Küsten Brasiliens, Argentiniens und Uruguays, wo sie oft in Fischernetzen hängenbleiben. Ihren Namen verdanken sie ihrer bräunlichen Farbe, die der Franziskaner-Kutte ähnelt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wankt die islamische Republik? Eine Frau im traditionellen Tschador vor einem Wandbild in Teheran

          Proteste in Iran : Nach dem Straßenkampf die Streiks

          Die Ankündigung, die Sittenpolizei aufzulösen, ist wirkungslos verpufft. Es mehren sich die Zeichen, dass die Proteste einen Keil zwischen Mullahs und Revolutionswächter treiben könnten.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.