https://www.faz.net/-gum-97x08

Afrikanische Geier : Tod der Totenvögel

Sie halten die Savanne sauber: Geier blicken sich im Masai-Mara-Naturschutzgebiet in Kenia nach Futter um. Bild: mauritius images

In Afrika verenden immer mehr Raubvögel. Mehr als die Hälfte der Geierarten ist dort mittlerweile vom Aussterben bedroht. Viele werden vergiftet.

          2 Min.

          Als André Botha in Mbashene eintraf, bot sich ihm ein Bild des Grauens. In dem Dorf im Süden von Moçambique lagen mehr als 100 tote Geier an einem Elefantenkadaver, darunter 80 Weißrückengeier (Gyps africanus) und sieben Kappengeier (Necrosyrtes monachus). Beide Arten sind vom Aussterben bedroht und stehen als besonders gefährdet auf der Roten Liste der „Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen“ (IUCN).

          Thilo Thielke

          Freier Berichterstatter für Afrika mit Sitz in Kapstadt.

          „Es war ein Schlachtfeld“, sagt Botha. „Der Elefantenkadaver, der die Greifvögel angelockt hat, war zuvor vergiftet worden. Die Vögel wurden gezielt getötet.“ Der Fachmann von der Artenschutzorganisation Endangered Wildlife Trust lebt in Südafrika. Aber immer, wenn irgendwo im südlichen oder östlichen Afrika ein Massensterben von Geiern gemeldet wird, wird er zu Hilfe gerufen. In letzter Zeit geschieht das immer häufiger.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+