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Tief „Andreas“ : Woche vor Weihnachten beginnt mit Schnee

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Am Montag heißt es vieler Orts wieder: Schneeschippen. Bild: dpa

Schon am Wochenende gab es in vielen Teilen Deutschlands Eis und Schnee. Zum Wochenstart bleibt es kalt. Flugreisende müssen sich auf Verzögerungen und Ausfälle einstellen.

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          Die Woche vor Heiligabend beginnt in vielen Teilen Deutschlands mit Neuschnee. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet in seiner Vorhersage, das Tief „Andreas“ bringe schon in der Nacht zum Montag von Nordwesten her Niederschläge. Von Ostfriesland bis ins Rheinland soll es regnen, weiter östlich schneien. Oberhalb von 400 Metern schneit es in ganz Deutschland. Die Temperaturen liegen bei null bis sieben Grad. Besonders gefährlich kann es auf den Straßen in Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland werden. Dort fallen innerhalb weniger Stunden zwei bis fünf Zentimeter, in Berglagen zehn Zentimeter Schnee.

          Reisende am Frankfurter Flughafen müssen sich auf Behinderungen einstellen. Vor allem am Montagvormittag könne es zu Flugausfällen und Verspätungen kommen, teilte Flughafenbetreiber Fraport am Sonntagabend mit. Fluggäste sollten deshalb vorab den Flugstatus auf den Internetseiten ihrer Fluggesellschaften prüfen und vom Online-Check-in am Vorabend Gebrauch machen.

          Eine weiße Weihnacht ist trotzdem noch nicht sicher. Schon bis zum Nachmittag soll der Schnee am Montag unterhalb von 400 Metern wieder geschmolzen sein. Nach Angaben des DWD-Meteorologen Robert Hausen sind die Chancen auf Schnee an den Feiertagen im Flachland nach wie vor sehr gering. Östlich der Elbe und in Ostbayern gebe es zu einer Wahrscheinlichkeit von rund 30 Prozent Schnee, im Nordwesten und Westen brauche es schon ein „mittleres Wetterwunder“. Oberhalb von 800 Metern seien weiße Weihnachten dagegen so gut wie sicher.

          Für Sonntag waren für weite Teilen des Landes Regen, Schnee und Graupelschauer vorhergesagt. Nur im Norden und Nordwesten sollte es tagsüber noch längere sonnige Abschnitte geben. Mehrere Verkehrsunfälle bei Glatteis gab es in Nordrhein-Westfalen bereits am Samstag. Probleme im Berufsverkehr wegen „Schneedecken auf allen Straßen“ sind nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes auch am Montagmorgen absehbar.

          Bereits am Wochenende haben die verschneiten Pisten viele Wintersportler in die Mittelgebirge wie den Harz gelockt. Nachdem es in den vergangenen Tagen bei Temperaturen um den Gefrierpunkt teils stark geschneit hat, sei der Wintertourismus eine Woche vor Weihnachten angelaufen, teilte der Harzer Tourismusverband im niedersächsischen Goslar mit. Viele Skifahrer, Rodler und Wanderer waren dort am ersten alpinen Wochenende unterwegs. Auf dem 1141 Meter hohen Brocken müssen die Besucher mit einer Schneehöhe von bis zu 1,40 Meter rechnen.

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