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Test für Weltumrundung : Sonnenflieger in Nordafrika gelandet

  • Aktualisiert am

Reiseflughöhe verlassen: Bertrand Piccard (Mitte) herzt seine Frau Michelle nach der Landung. Bild: AFP

Ohne einen Tropfen Kerosin von der Schweiz nach Marokko: Der Luftfahrtpionier Bertrand Picard hat seinen Solarflug als Test für eine Weltumrundung erfolgreich abgeschlossen.

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          Der Schweizer Sonnenflieger „Solar Impulse“ hat seinen ersten Interkontinentalflug von Europa nach Afrika erfolgreich absolviert. Der Luftfahrtpionier Bertrand Piccard landete die Maschine mit den übergroßen Tragflächen in der Nacht zum Mittwoch auf dem Flughafen der marokkanischen Hauptstadt Rabat. „Dies ist ein historischer Erfolg“, betonten die Organisatoren. Der Flug von der Schweiz nach Marokko ist der bislang längste des Sonnenfliegers.

          Er gilt als ein Test für eine später geplante Weltumrundung. Die „Solar Impulse“, die nur mit Sonnenenergie betrieben wird, war vor knapp zwei Wochen vom Flugfeld Payerne im Schweizer Kanton Waadt zunächst nach Madrid geflogen und hatte dort einen Zwischenstopp eingelegt. Am Dienstag startete die Maschine von der spanischen Hauptstadt nach Marokko. Für die 1190 Kilometer lange zweite Etappe benötigte die sie gut 19 Stunden und erreichte eine Höhe von bis zu 8200 Metern.

          „Die Überquerung der Meerenge von Gibraltar war ein bezaubernder Moment und einer der Höhepunkte meiner Fliegerkarriere“, sagte Piccard, der einer der Initiatoren des Unternehmens ist. Von Rabat aus soll die Maschine in den kommenden Tagen in die südöstlich gelegene Region Ouarzazate fliegen, wo mit den Arbeiten an dem weltweit größten Solarkraftwerk begonnen werden soll.

          Die Maschine wird von vier elektrischen Motoren angetrieben. Sie kommt ohne einen Tropfen Kerosin aus und ist mit einer Geschwindigkeit von durchschnittlich 70 Stundenkilometern unterwegs. Die Tragflächen haben eine Spannweite von 63,40 Meter, was etwa der eines vierstrahligen Airbus A340 entspricht. Die Maschine wiegt aber nur 1,6 Tonnen, so viel wie ein Mittelklassewagen.

          Die „Solar Impulse“ war im vorigen Jahr bereits von der Schweiz nach Belgien und Frankreich geflogen. Unterstützt wird die schweizerische Initiative auch von dem deutschen Unternehmen Bayer MaterialScience. Es steuerte das technische Know-how und Hightech-Polymerwerkstoffe für die energiesparende Leichtbau-Konstruktion bei.

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