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Terrorismus : Deutsche und amerikanische Erfolge im Kampf gegen den Terror

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Das BKA erhofft sich von der Rasterfahndung neue Hinweise Bild: AP

Die USA präsentieren ihre Erfolge im Internet und Präsident Bush freut sich über die weltweite Unterstützung. In Deutschland setzt man auf die Rasterfahndung.

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          Der amerikanische Präsident George W. Bush hat in seiner jüngsten Stellungnahme verkündet, dass im Kampf gegen den Terrorismus Fortschritte auf den verschiedensten Ebenen zu verzeichnen seien. Auch die deutschen Ermittler können Erfolge vorweisen: In Wiesbaden wurden drei mutmaßliche Terroristen festgenommen. Die Rasterfahndung soll weitere Verdächtige enttarnen.

          Bush teilte am Montag mit, dass weltweit Bankguthaben im Umfang von sechs Millionen Dollar (6,5 Millionen Euro) eingefroren worden seien. Die betroffenen 30 Bankkonten sollen sowohl Ibn Ladens mutmaßlicher Terrororganisation Al Qaida und weiteren Terrorgruppen als auch Einzelpersonen gehören. Bush zeigte sich über die Erfolge sehr erfreut.

          46 Länder haben definitiv Unterstützung zugesagt

          Zusätzlich zu dieser Bilanz veröffentlichte das Weiße Haus auf seiner Website eine Liste mit Maßnahmen und bisherigen Erfolgen im Kampf gegen die Terroristen. Unter anderem verweist die amerikanische Regierung darauf, dass 27 Staaten den Vereinigten Staaten Überflug- und Landerechte eingeräumt haben. Insgesamt haben 46 Länder ihre Unterstützung zugesagt.

          In der Krisenregion selbst befinden sich nach Regierungsangaben mittlerweile rund 29.000 Soldaten, 349 Militärflugzeuge und zwei Flugzeugträger-Verbände. Reservisten und Nationalgardisten seien zudem in den aktiven Dienst einberufen worden.

          Weltweite Fahndung - FBI-Beamte in Hamburg

          Während das Militär seine Kräfte konzentriert, gehen die Ermittlungen weiter: Das FBI hat 4407 Personen vorgeladen, und im Zuge der Großfahndung befinden sich 439 Menschen in Gewahrsam. FBI-Chef Robert Mueller erklärte, dass es um eine Serie von Netzwerken in der ganzen Welt gehe, die mit der Terrorgruppe Al Qaida in Verbindung stünden.

          Mehr als zehn der FBI-Agenten wurden nach Hamburg zur Unterstützung der 500 ermittelnden BKA-Beamten in Deutschland abgestellt. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler sollen in Hamburg mindestens fünf arabischstämmige Studenten an den Vorbereitungen für die Anschläge beteiligt gewesen sein. Zwei davon, Ramzi Binalshibh und Said Bahaji, sind von der Staatsanwaltschaft weltweit zur Fahndung ausgeschrieben. Sie werden verdächtigt, für die Attentäter Pässe und Unterkünfte organisiert zu haben.

          Weitere Festnahmen in Wiesbaden

          Festnahmen gab es auch in Wiesbaden. Dort hat die Polizei am Sonntag einen Türken und zwei Jemeniten festgenommen. Der Türke Talip P. habe weltweit vernetzte Homepages mit islamistisch-fundamentalistischen Inhalten ins Internet gestellt. Bei einem der Jemeniter, dem 26-jährigen Shahab Al A., fanden die Beamten eine geladene Waffe, größere Bargeldbeträge, gefälschte Ausweispapiere, Kreditkarten sowie Stadtpläne verschiedener deutscher Großstädte. Die drei Männer sollen bei der Planung der Attentate geholfen haben.

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