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Rekord im hohen Norden : Eine wahre „arktische Hitzewelle“

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So sieht der kanadische Ort Alert bei gewöhnlichen Temperaturen so – bei der Wärme der letzten Tage, ist der Schnee jedoch geschmolzen. Bild: AFP

In der nördlichsten dauerhaft bewohnten Siedlung der Welt liegt die durchschnittliche Temperatur im Juli bei etwas mehr als drei Grad Celsius. In der vergangenen Woche ist die aber gleich um ein Vielfaches übertroffen worden.

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          Im kanadischen Alert wurde am Sonntag ein neuer Temperaturrekord gemessen:  21 Grad – so warm war es war es auf der Militärstation noch nie, das teilte der kanadische Wetterdienst am vergangenen Mittwoch mit. Alert ist die nördlichste dauerhaft bewohnte Siedlung und liegt gerade einmal 900 Kilometer vom Nordpol entfernt.

          Der Chef-Meteorologe im kanadischen Umweltministerium, David Phillips, sprach von einer wahren „arktischen Hitzewelle“. Gewöhnlich liege die Durchschnittstemperatur im Juli bei 3,4 Grad. 

          Folgen der Erderwärmung

          Die jetzt gemessenen 21 Grad seien ein „absoluter Rekord“, sagte der Meteorologe Armel Castellan. „Das ist eine ziemlich unglaubliche Statistik. Es ist eines von hunderten Beispielen von Rekorden im Zuge der Erderwärmung.“

          Die Militärbasis wurde eingerichtet, um russische Kommunikation abzufangen. Seit 1950 gibt es dort eine Wetterstation, die vor 63 Jahren den bisherigen Rekord von 20 Grad maß. Seit dem Jahr 2012 wurden jedoch an mehreren Tagen Temperaturen zwischen 19 und 20 Grad erreicht.

          Am vergangenen Donnerstag sind die Temperaturen vorerst wieder auf fünf Grad gesunken. In den nächsten Tagen soll es kälter werden. 

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