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Tansania : Vier Deutsche überleben Fährunglück

  • Aktualisiert am

Fähre mit mehr als 250 Menschen vor Sansibar gekentert Bild: reuters

Nach dem Fährunglück vor der Küste Tansanias sind bisher 38 Menschen tot geborgen worden, 107 Personen werden noch vermisst. Vier Deutsche haben das Unglück unversehrt überlebt.

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          Nach dem Fährunglück vor der tansanischen Küste ist die Zahl der Toten auf mindestens 38 gestiegen, mehr als hundert Menschen wurden am Donnerstag nach Behördenangaben noch vermisst. Deren Überlebenschancen seien jedoch gering, erklärte die Polizei auf der Insel Sansibar. Unversehrt überlebten vier deutsche Passagiere das Unglück, wie eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte.

          Rettungskräfte bargen nach neuen Polizeiangaben vom Donnerstag bislang 38 Leichen, unter ihnen mindestens zwei Europäer. Über deren Nationalität war zunächst nichts bekannt. 107 Menschen wurden demnach noch vermisst, 145 Menschen konnten lebend geborgen werden.

          Die vier Deutschen seien wohlauf, sagte eine Außenamtssprecherin in Berlin. Ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Tansania sei zur Unterstützung seit Mittwoch in Sansibar. Keine Angaben machte die Sprecherin darüber, ob sich möglicherweise weitere Deutsche auf dem Unglücksschiff befanden. Nach Angaben der Regierung des Inselarchipels Sansibar befanden sich laut Passagierliste 251 Erwachsene, 30 Kinder und sechs Crew-Mitglieder an Bord der Fähre.

          Schlechte Wetterbedingungen

          Die „MV Skagit“ war am Mittwoch zur Mittagszeit vom tansanischen Daressalam gestartet und vor der Insel Sansibar gekentert. Die Fähre sei inzwischen vollständig gesunken, sagte Polizeisprecher Mohammed Mhina am Donnerstag. „Die Suchaktion wird fortgesetzt, es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass wir noch Überlebende finden“, fügte er hinzu. Das Wetter sei sehr schlecht gewesen. Wegen der hohen Wellen und des starken Windes habe die Suchaktion in der Nacht unterbrochen werden müssen.

          Der Präsident von Sansibar, Mohammed Shein, verhängte laut dem staatlichen Fernsehen drei Tage Trauer ab Donnerstag. Die Unglücksursache war weiter unklar, Fähren sind in der Region aber nicht selten überladen. Mitte September 2011 war eine völlig überladene Fähre auf dem Weg zwischen zwei Inseln von Sansibar gesunken. Für 203 der mehr als 800 Insassen kam jede Hilfe zu spät. Es war das schwerste Schiffsunglück in Tansania seit zehn Jahren.

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