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Supreme Court stoppt Exekution : Die tödliche Nadel war schon gesetzt

  • Aktualisiert am

Wo das Leben Verurteilter in Florida endet Bild: AP

Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten wird erstmals den Fall eines Todeskandidaten prüfen, der sich gegen seine Hinrichtung mittels einer Giftspritze wehrt. In letzter Minute stoppten die Richter die Exekution.

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          Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten wird erstmals den Fall eines Todeskandidaten prüfen, der die Hinrichtung mittels Giftspritze rügt. Dem verurteilten Polizistenmörder Clarence Hill aus Florida war schon die Nadel gesetzt worden, durch die eine tödliche Giftmischung fließt, als die Obersten Richter seine Hinrichtung am Dienstag stoppten.

          Stunden später entschieden sie, der 48 Jahre alte Todeskandidat solle Gelegenheit bekommen darzulegen, daß ihm mit der Injektion des Giftcocktails übermäßige Schmerzen zugefügt würden. Die mündliche Verhandlung ist auf den 26. April terminiert.

          Die Vollstreckung von Todesurteilen mittels Injektion von Gift ist die häufigste Hinrichtungsmethode in den Vereinigten Staaten. Doch bezweifeln Gegner der Todesstrafe, daß diese Form der Hinrichtung so schmerzfrei ist, wie gemeinhin angenommen wird. Bestätigt sehen sie sich in ihrer Überzeugung, daß Hinrichtungen mittels Giftspritze gegen das Verbot grausamer und ungewöhnlicher Strafen verstoßen, durch einen im vergangenen Jahr erschienenen Artikel in der britischen Medizinzeitschrift "The Lancet". Darin wurde die Befürchtung geäußert, daß im Fall von 21 Todeskandidaten das Narkosemittel versagt habe, das die Todeskandidaten in Bewußtlosigkeit versetzen und ihnen Schmerzen ersparen soll.

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