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Raubmord in Hannover : Die Polizei fasst den Falschen

  • -Aktualisiert am

Großfahndung nach einem Unbekannten: der Supermarkträuber von Hannover. Bild: dpa

Die Polizei hat den kürzlich festgenommenen Verdächtigen wieder laufen lassen. Er hat ein Alibi.

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          Das Sondereinsatzkommando der Polizei dürfte den 48 Jahre alten Mann im nordrhein-westfälischen Hamm ziemlich überrascht haben: Nur einen Tag nach seiner Festnahme im Zusammenhang mit dem Raubmord in einem Supermarkt in Hannover ließ die Polizei den Mann wieder laufen. Er habe glaubhaft versichern können, zum Tatzeitpunkt nicht in Deutschland gewesen zu sein, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge von der Staatsanwaltschaft Hannover.

          Am Tag zuvor hieß es noch, ein Tatverdächtiger sei dank eines Hinweises gefasst worden. Ein Zeuge hatte angegeben, den Räuber am Aussehen und am Gang erkannt zu haben. Drei weitere Zeugen wollten den Mann auf einem Foto wiedererkannt haben. Die Polizei schlug zu, weil davon auszugehen war, dass der Mann in „hohem Maße gefährlich ist und von der Schusswaffe Gebrauch macht“, sagte Klinge nach dem Zugriff.

          Jetzt ist wieder alles offen. Die Polizei sucht weiter nach dem Fahrer eines dunklen Ford Focus Kombi, der nach Aussage eines Zeugen kurz vor der Tat ein Fahrrad aus dem Auto geladen haben soll. Das Fahrzeug habe im absoluten Halteverbot gestanden und den Verkehr behindert. Auch weitere Zeugen werden gesucht.

          Am 4. Dezember erschoss der weiterhin flüchtige Täter bei einem Raubüberfall in Hannover-Stöcken einen Einundzwanzigjährigen und verletzte einen weiteren Mann schwer. Der junge Mann wollte den Täter am Überfall hindern und der Kassiererin helfen. Der Täter floh danach auf einem Fahrrad. Der Fall wurde mit dem der Studentin Tugce Albayrak im hessischen Offenbach verglichen und erlangte überregionale Aufmerksamkeit. Insgesamt gingen bei der Polizei Hunderte Hinweise ein.

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