https://www.faz.net/-gum-7s9r9

Südafrika : Giraffe stößt mit Kopf gegen Brücke

  • Aktualisiert am

So wie hier in China werden Giraffen bisweilen auch in Südafrika transportiert. Wie es dem abgebildeten Exemplar ergangen ist, ist nicht überliefert Bild: picture alliance / dpa

Eine Szene wie im Film: Eine Giraffe wird in einem offenen Lastwagen transportiert – und stößt sich den Kopf an einer Brücke. In Südafrika ist das tatsächlich passiert. Ein Tier wurde getötet, ein zweites hatte Glück.

          In der bekannten Szene aus dem Film „Hangover 3“ sah das vielleicht noch lustig aus: Ein Giraffe, die bei offenen Verdeck transportiert wird, stößt sich den Kopf an einer Brücke. Vor allem aber sah die Szene doch sehr weit hergeholt aus – bis jetzt. In Südafrika hat sich nun nämlich genau so ein Vorfall ereignet. Die Giraffe überlebte die Fahrt in einem offenen Transporter nicht. „Das Tier starb an einem Schädeltrauma“, sagte Rick Allan von der Tierschutzorganisation SPCA dem Nachrichtenportal iol.co.za.

          Dem Bericht der Zeitung zufolge war unklar, ob der Fahrer den Vorfall bemerkte. Die Tierschützer erwägen nun eine Anzeige gegen den Besitzer, da der Transport möglicherweise gegen geltende Vorschriften verstieß. Augenzeugen schilderte der örtlichen Presse entsetzliche Szenen. Den Moment des Aufpralls der Giraffe an der Brücke beschrieb einer gegenüber iol.co.za so: „Das Geräusch war so laut, dass mein Cousine, die das Auto fuhr, mich fragte, ob jemand geschossen hat, weil sie glaubte einen Gewehrschuss gehört zu haben.“

          Auf im Internet veröffentlichten Fotos von Augenzeugen ist zu sehen, dass beide Tiere während der Fahrt verbundene Augen hatten. Die Bilder verbreiteten sich schnell über Twitter, Nutzer schrieben Hunderte wütender Kommentare.

          Eine zweite Giraffe, die ebenfalls auf dem Anhänger stand, soll in einer Tierklinik sein. Rick Allan von der SPCA sagte, seine Organisation werde es nicht erlauben, dass das Tier abermals in einem offenen Transporter von der Klinik weggebracht werden. „Falls das Transportunternehmen darauf bestehen sollte, müssen wir uns womöglich einen Gerichtsbeschluss besorgen.“

          Die Polizei hat indes Ermittlungen aufgenommen und nach eigenen Angaben bereits den Besitzer der Tiere ausfindig gemacht. Wie die Polizei mitteilte seien die Besitzer bisher aber wenig kooperativ: „Sie sagten, dass sie zuerst ihre Anwälte sprechen möchten. Hoffentlich können wir sie im Verlauf des Tages befragen.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wer macht’s? Annalena Baerbock und Robert Habeck

          Grüne Kanzlerkandidatur : Baerbock oder Habeck?

          Die grüne Spitze kommt gut an. Doch Annalena Baerbock und Robert Habeck wollen nicht darüber reden, wer Kanzlerkandidat wird und mit wem sie im Bund koalieren wollen.
          Verkehrsminister Andreas Scheuer

          Maut-Debakel : Neue Vorwürfe gegen Scheuer

          Hat Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in der Vergabe der vom europäischen Gerichtshof gestoppten Pkw-Maut getrickst, um die Kosten möglichst niedrig erscheinen zu lassen? Neue Dokumente legen diesen Vorwurf nahe.
          Empfindet Schäubles Äußerungen als „wohltuend“: der frühere Präsident des Verfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen

          Streit über Maaßen : Nach der Attacke ist vor der Attacke

          Mit einer gezielt gesetzten Äußerung heizt Wolfgang Schäuble den Streit um einen möglichen Parteiausschluss von Hans-Georg Maaßen weiter an. Wieso macht er das?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.